Filme der Reinhold-Schneider-Preisträger*innen 2022

Sa 03.12. und So 04.12.

Iran – Die Freiheit ist weiblich

Veranstaltungsreihe mit Filmen, Lesungen und Konzerten

04.11.2022 – 25.01.2023

DAS ANDERE RUSSLAND – Zeichen der Zukunft

16.11.2022 – 15.02.2023

Pier Paolo Pasolini

zum 100. Geburtstag

Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!

Begleitprogramm zur Ausstellung im Augustinermuseum, Freiburg
25.06.2022 – 11.06.2023

50 JAHRE KOMMUNALES KINO

Foto der Filmemacherin Agnès Varda

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IRAN – DIE FREIHEIT IST WEIBLICH

04.11.2022 bis 31.01.2023

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

Der gewaltsame Tod der kurdischen Iranerin Mahsā Jîna Amīnī in Polizeigewahrsam am 16. September 2022 hat eine beispiellose Welle des Protests in allen Landesteilen Irans ausgelöst. Die Proteste begannen im kurdischen Teil Irans und breiteten sich schnell aus. Die kurdische Parole der feministischen Bewegung „Jin, Jiyan, Azadî” (Frau, Leben, Freiheit) wurde im Persischen übernommen „زن، زندگی، آزادی“ und steht für das derzeitige Auflehnen der Bevölkerung gegen das repressive Regime wie keine andere. Neu ist sie nicht: Seit Jahrzehnten wird sie von der kurdisch-feministischen Bewegung in Iran und in anderen kurdischen Gebieten verwendet. Doch nie zuvor wurde ihr in Iran eine so breite Unterstützung zuteil – unabhängig von Geschlecht, Ethnie, Alter und Schicht.

Das Kommunale Kino hat kurzfristig beschlossen, die Proteste mit iranischen Filmen, Vorträgen, Lesungen, Podiumsdiskussionen und einer Ausstellung im Alten Wiehrebahnhof zu begleiten und den Großteil der Einnahmen an eine NGO zu spenden, die Frauen und queere Menschen in Iran unterstützt.

Unsere Kooperationspartner*innen sind die Fachschaft Islamwissenschaft der Universität Freiburg, FAIRburg e.V., Lesbenfilmtage und Slow Club e.V sowie etliche Deutsch-Iraner*innen in Freiburg, die sich mit dem Ziel der Proteste – für die freiheitliche Selbstbestimmung aller Menschen in Iran – solidarisieren.

 

FÜR DIE FREIHEIT DER KUNST IN IRAN
Doublefeatures: JAFAR PANAHI & MOHAMMED RASSULOF

Wann immer ich an etwas leide, werde ich darauf reagieren, weil ich von keiner Partei abhängig bin, keine Befehle empfange und ­unabhängig darüber entscheide, wann ich meine Filme mache. (Jafar Panahi, 2003)

Für ihre unbestechlichen Darstellungen der iranischen Gesellschaft und für ihren Einsatz für die Freiheit der Ideen, Meinungen und Kunst wurden die Filmemacher Jafar Panahi und sein Regiekollege ­Mohammad Rassulof von den Behörden ihres Landes immer wieder mit Arbeitsverboten, Hausarresten, Ausreisesperren und Inhaftierung abgestraft. 2010 wurden sie zu sechs Jahren Haft verurteilt und für 20 Jahre von jeder Tätigkeit in der Filmindustrie ausgeschlossen. Nach einem Hungerstreik in der Haft und dem weltweiten Echo auf seinen „Fall“ wurde Jafar Panahi auf Kaution wieder freigelassen, ebenso Mohammad Rassulof. Die beiden befanden sich mit Auflagen unter Hausarrest.

Die Filmemacher haben trotz Verbote weiter Filme gedreht und auf die internationalen Filmfestivals wie Cannes, Berlinale und Venedig geschmuggelt. Panahi hat 2015 auf der Berlinale den Goldenen Bären für seinen Film TAXI TEHERAN bekommen und Rassulof 2020 für seinen Film DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT. Beide konnten den Hauptpreis der Filmfestspiele nicht entgegennehmen, da sie Iran nicht verlassen dürfen.

Seit Juli 2022 sitzt Panahi in dem berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran, weil er sich nur solidarisch beim Staatsanwalt nach dem Schicksal von zwei seiner verhafteten Kollegen Mohammed Rassulof und Mostafa Al-Ahmad erkundigt hat. Diese hatten sich für Panahi einsetzen wollen und wurden kurz vor ihm festgenommen. Panahi und Rassulof unterstützen sich gegenseitig, nicht nur bei gemeinsamen Dreharbeiten. Wir würdigen mit den Doublefeatures diese beiden mutigen und konsequenten Filmemacher.

 

Fokus Namibia

Begleitprogramm zur Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“ im Augustinermuseum

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

Begleitend zur Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“ bieten wir in Kooperation mit den Städtischen Museen ein vielseitiges Programm.

Wir starten am 19.09. mit einem viertägigen Fokus auf Namibia: Acht Gäste aus Namibia werden ihre Geschichte und Erfahrungen in Form von Lyrik, Podiumsgesprächen, Film und Forschungspräsentation mit uns teilen. Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

Aus dem Text zur Ausstellung: „Was hat Freiburg, was haben wir mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Noch immer profitieren wir ökonomisch, politisch und kulturell von den Strukturen der Unterdrückung und Ausbeutung, die vor 1919 geschaffen wurden. Damals waren Menschen aller Bevölkerungsschichten von der Rassenideologie überzeugt. Ein Gefühl geistiger und kultureller Überlegenheit gegenüber anderen, insbesondere nichteuropäischen Menschen war weit verbreitet. Und heute? Welche Vorurteile und Verhaltensmuster wurden – unbewusst oder sogar bewusst – über Generationen hinweg weitergegeben? Wie äußern sie sich in unserem Alltag?“

Im Oktober geht die Kooperation weiter: mit Filmen zur christlichen Missionierung in den damals deutschen Kolonien Tansania und Kamerun.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Sie!

Freiburger Kunstfestival GrenzgängerInnen 2022

ELVIRA RENNICH, ANDREAS MAURER, FRANZ NIGL

FARBZEITLOS. YOU AND ME

Ausstellung vom 02.-30.06. in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

Warum Farbzeitlos? Warum You and me?
Farbzeitlos erzählt über eine Gleichzeitigkeit. Von unserem gleichzeitigen Sehen der Farben, zeitlichem Licht und der Zeitlosigkeit, der Transzendenz der Farbe. You and me, ist immer notwendig und schön. You and me ist der freundliche unerwartete Gruß auf der Straße, ein erwidertes Lächeln, das Gewahrwerden des Gegenübers und wie Buber so treffend schreibt, folglich von mir selbst.
Ja, wie jetzt?
Worum geht es?
In der Ausstellung sehen wir Bilder und Skulpturen von drei KünstlerInnen, zwei aus Wien und eine aus Freiburg. Franz Nigl zeigt uns seine wunderbaren Skulpturen aus Terra Nigra. Dunkel und ursprünglich kommen sie daher. Andreas Maurer’s Zeichnungen oder ist es doch Malerei, dynamische Felder, grafischen Strukturen, klar anmutende Gestalten erscheinen. Alles steht in Bezug. Die Freiburgerin, Elvira Rennich, flutet in ihren Werken Farbe, wie das Meer.

31. Freiburger Lesbenfilmtage 

25. bis 29. Mai 2022

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

Es ist so weit: Die Freiburger Lesbenfilmtage starten in die 31. Ausgabe und 2022 ist wieder mehr möglich als in den letzten beiden Jahren. Im Kommunalen Kino könnt Ihr vom 25. bis 29. Mai aufregende, einfühlsame, poetische, bezaubernde, prickelnde, kämpferische und nachdenkliche Filme sehen.

Mit im Programm sind dieses Mal zwei Deutschlandpremieren: My Fiona von Kelly Walker sowie die Dokumentation Ilse Fusková von Liliana Furió und Lucas Santa Ana, ein spannendes Porträt aus Argentinien. Der Spielfilm Balaban aus Kasachstan feiert bei uns Weltpremiere und Regisseurin Aysulu Onaran ist für einen Besuch in Freiburg angefragt! Außerdem kommt frisch von der Berlinale der berührende Dokumentarfilm Nelly und Nadine von Magnus Gertten. Dieses Mal werden zwei Kurzfilmprogramme gezeigt und sogar drei Publikumspreise vergeben: GOLDENE TANNAs für die beste Dokumentation, den besten Spielfilm und den besten Kurzfilm.

Zu den Terminen und zum Online-VVK gelangen Sie über unseren Spielplan.
Noch mehr Infos gibt es außerdem auf der Homepage der Freiburger Lesbenfilmtage.

Wir sind noch lange nicht fertig

Veranstaltungsreihe zu sozialen Widerstandsbewegungen in Freiburg und der Region vom 25. April  bis 1. Mai

Filme, Ausstellung, Lesung, Podiumsdiskussionen

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

In der Darstellung der 900-jährigen Geschichte Freiburgs fanden die zahlreichen und teilweise sehr heftigen Auseinandersetzungen um wichtige soziale Themen der letzten Jahrzehnte bislang kaum Berücksichtigung. Eine ganze Themenwoche vor dem 1. Mai 2022, veranstaltet von verschiedenen Initiativen und Gruppen wie Archiv für soziale Bewegungen, Feministisches Archiv, Students for Future, BUND Jugend Freiburg, Medienwerkstatt etc. widmet sich dieser Themen.

Es geht dabei nicht nur um eine historische Rückschau. Vielmehr erhält die Aufarbeitung der Vergangenheit ihren Wert erst durch den gemeinsamen Diskurs über zukünftige politische Strategien. Denn zentrale gesellschaftliche Probleme wie Wohnungsnot, Geschlechterdiskriminierung, Klimakatastrophe und viele mehr sind so akut und aktuell wie je. Deshalb kann diese Woche als generationsübergreifende alternative Ergänzung der 900-Jahrfeier gesehen werden, allerdings ohne selbstgefällig nostalgisches Schulterklopfen, sondern als kritische Auseinandersetzung mit dem Blick nach vorn.

So treffen in den verschiedenen Veranstaltungen zum Beispiel Protagonisten der 68er Generation auf „Students for Future“, begründen Neue Feministische Aktivist*innen den Anspruch, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit auch in allen sozialen Bewegungen als integralen Bestandteil zu betrachten oder werden anhand der selbstkritischen Beleuchtung der Rolle der Linken im erfolgreichen Kampf gegen das Atomkraftwerk in Wyhl Lehren aus dogmatischen und sektiererischen Fehlern gezogen. Weitere Themenfelder sind der Kampf um bezahlbaren Wohnraum auf Basis der Erfahrungen im Häuserkampf und das Aufwerfen der Frage, ob der Freiburger Stadttunnel überhaupt als sinnvoller Beitrag zur Lösung der B-31 Problematik und der allgemein notwendigen Verkehrswende betrachtet werden kann. Sämtliche Veranstaltungen werden durch zur Thematik passende Filme oder auch künstlerische Beiträge eingeleitet oder begleitet, um so ausschließlich trockenen Debatten vorzubeugen.

Zu mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen und zum Online-VVK gelangen Sie über unseren Spielplan!

 

29. CineLatino

7. April bis 14. April 2022

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

Die 29. Ausgabe des CineLatino findet vom 7. bis 14. April bei uns im Koki statt.

Wieder einmal nimmt das Festival nicht nur ein Land, sondern eine ganze Region in den Fokus: die Andenländer. Verbunden durch die längste Gebirgskette der Welt, die Anden, teilen die Andenländer Ecuador, Bolivien und Peru sowohl ethnische, sprachliche als auch kulturelle Gemeinsamkeiten.

Der diesjährige Themenfokus „Indigene Stimmen – Kämpfe um Sichtbarkeit und eine gerechtere Welt“ gibt einen breit gefächerter Einblick in die Lebensrealität verschiedener indigener Bürger*innen Lateinamerikas, in ihre Traditionen und ihren Alltag, sowie in ihren Kampf um ein besseres Leben.

The Journal – Fotoausstellung entlang der Urachstraße

19. November – 2. Dezember 2021

Vernissage am 19. November ab 18 Uhr im Alten Wiehrebahnhof

Wiehrebahnhof Kommunales Kino

The Journal ist ein globales Fotografie-Kollektiv von mehreren hundert Frauen*, die sich seit der Pandemie zusammengefunden haben, um miteinander einen neuen Weg für Austausch, Kreativität und Unterstützung zu schaffen. Ihre weltweite kollektive Zusammenarbeit ist einmalig. Die Ausstellung – von Anne Ackermann und Charlotte Schmitz kuratiert – gibt Einblicke in das Leben der Fotografinnen. Das Konzept sieht vor, Bilder aus dem privaten Raum im öffentlichen zu zeigen, und diesen damit ein Stück zurückzuerobern. Indem sich die Fotografinnen auf das Persönliche und Private konzentrieren, bringen sie Nuancen in die Darstellung der Pandemie. Sie teilen intime Geschichten und geben Einblicke in das Leben von Frauen* auf der ganzen Welt.

Mit unserem OPEN CALL haben wir außerdem auch Freiburgerinnen* dazu eingeladen, ihre Bilder aus dem Pandemiealltag zu zeigen. Wir haben viele tolle Einsendungen bekommen, die im Rahmen des Projection Mappings bei der Vernissage am Alten Wiehrebahnhof gezeigt wurden.Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihre beeindruckenden Fotografien und freuen uns, diese auch auf unserer Website und ab dem 25.11. bis zum Ausstellungsende am 2.12. auf unserem Instagram-Kanal präsentieren zu dürfen!

Kommunales Kino

Über uns

 

Café im Alten Wiehrebahnhof

KoKi Freiluftkino

Ins Weite. Reisen in Film, Musik, Literatur