LVIV UND TEL AVIV. Fotografien von Valentine Kleyner und Yuriy Kovalchyk
Lemberg ist die Kulturhauptstadt der Ukraine, und Tel Aviv ist eine der wichtigsten Städte Israels. Wie der Name der Ausstellung LVIV – TEL AVIV schon andeutet, werden darin die Parallelen zwischen diesen beiden Städten hervorgehoben. Die Ähnlichkeit beginnt schon beim Klang der Namen. Auch die sehr alte Geschichte des jüdischen Lebens in Lemberg ist bekannt. Ähnliche Parallelen lassen sich zwischen den Künstlern der Ausstellung ziehen: Valentine Kleyner verbrachte die Hälfte seines Lebens in Lemberg und den Rest in Tel Aviv. Yuriy Kovalchyk wurde in Lemberg geboren und lebt dort. Beide verbindet vor allem ihre Liebe zu Lemberg/Lviv und zur Fotografie.
In Kooperation mit der Stadt Freiburg und dem Freundeskreis Freiburg – Tel Aviv-Yafo e.V. anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Freiburg – Tel Aviv-Yafo und 20 Jahre Freundeskreis Tel Aviv-Yafo.
LVIV UND TEL AVIV. Fotografien von Valentine Kleyner und Yuriy Kovalchyk
Wann
Vernissage: 28.02., 19:00
Ausstellungsdauer: 28.02.-04.04.
Wo
Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
Eintritt frei
Begleitend zur Ausstellung: Filmprogramm
Die filmische Reihe zur Ausstellung „Lviv – Tel Aviv“ in der Galerie schlägt eine Brücke zwischen zwei Städten und Regionen, die historisch wie gegenwärtig von tiefgreifenden Umbrüchen, Kriegen und Traumata geprägt sind. Ein besonderer Höhepunkt der Reihe ist das Werk des französischen Filmemachers Chris Marker, einem der bedeutendsten Filmessayisten in der Kinogeschichte. In seinem Essayfilm DESCRIPTION D’UN COMBAT (1961) beleuchtet er mit feinsinniger Präzision die utopischen Hoffnungen und die schmerzhafte Historie des jungen Staates Israel. Wir laden Sie ein, Marker beim „Denken zuzusehen“.
SPLITTER AUS LICHT (Уламки Світла) + NEDOSTUPNI (UNAVAILABLE)
Wie geht das Leben weiter, nachdem Besatzer abgezogen sind? Drei Jahre lang begleitet SPLITTER AUS LICHT fünf Überlebende in Butscha: eine 12-jährige Schülerin, einen jungen Rechtsanwalt, einen Yogalehrer und ein frisch verheiratetes Liebespaar. Dabei sind sie mit Traumata und wachsenden Spannungen in einer sich durch den Krieg radikal verändernden Gesellschaft konfrontiert. Der Dokumentarfilm erzählt von ihren Träumen und Plänen zwischen Trauma und Zukunft in der ukrainischen Stadt Butscha. Im März 2022 kamen die Filmemacher Mila Teshaieva und Marcus Lenz in jenem Moment nach Butscha, als die russische Armee aus der Stadt zurückgedrängt wurde und die Überlebenden vorsichtig ihre Verstecke verließen. Ihre Kamera hat jenen „Nullpunkt“ festgehalten, als die russischen Kriegsverbrechen in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar wurden.
Vor dem Hauptfilm zeigen wir:
Nedostupni (Unavailable)
von Kyrylo Zemlyanyi. Serhii, ein junger Mann, der seine Tage mit Freiwilligenarbeit verbringt, verliert den Kontakt zu seiner Mutter, die in einem besetzten Gebiet lebt. Als seine Mutter sich schließlich zur Evakuierung entschließt, erfährt er, dass ein humanitärer Konvoi aus seiner Heimatstadt bei einem Bombenangriff zerstört wurde.
Ukraine 2025 | OmeU | 20 Min.
Regie: Kyrylo Zemlyanyi
Wann
Sa 07.03., 19:00; zu Gast: Protagonist Klaus Hofmann und via Zoom Regisseur Marcus Lenz
Do 12.03., 21:00
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Yalla Parcour
Als 4-Jährige reiste Areeb nach Gaza und sah dort zum ersten Mal das Meer. Dieser Moment – die Magie des Meeres und das Lächeln ihrer palästinensischen Mutter – hinterließ einen prägenden Eindruck. Auf ihrer Suche nach einer Erinnerung, die ihr Zugehörigkeitsgefühl stärken könnte, begegnet die Filmemacherin Areeb im Internet dem Parkour-Athleten Ahmad aus Gaza. Die Ausgelassenheit der jungen Athleten steht in starkem Kontrast zu in der Ferne wahrnehmbaren Explosionen. Areeb nimmt Kontakt zu den Parkourläufern auf und freundet sich mit Ahmed an. Gemeinsam bewegen sie sich durch das, was von Gaza übrig ist, besuchen einen Friedhof, ein verlassenes Einkaufszentrum und die Überreste eines Flughafens. Mit der Zeit zeigt Ahmed Areeb die ganze Härte des Lebens in Gaza. Ahmeds Wunsch, sein Heimatland zu verlassen, löst bei Areeb widersprüchliche Gefühle aus, denn sie kennt die emotionale Leere, die eine solche Ausreise mit sich bringen kann. Areebs Reise auf den Spuren der Erinnerung wird zur Erkundung von Identität, Zugehörigkeit und des schmerzhaften Erbes einer zurückgelassenen Heimat. (Berlinale 2025)
Beim DOC New York City 2024 mit dem Internationalen Jurypreis ausgezeichnet
Wann
Fr 13.03., 21:00
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
DESCRIPTION D’UN COMBAT
Feinsinniger Essayfilm über den noch jungen Staat Israel. Entworfen als Zeitreise zwischen der utopischen Idee des Kibbuzim, der Einwanderung, der Wundern, der ständigen Präsens an den Holocaust. Mit seinem Kommentar gelingt es Chris Marker, die Bilder zu durchleuchten, abzusuchen nach älteren Schichten, historischen und kinematografischen. So lässt sich das jeweilig Gegenwärtige als Station eines geschichtlichen Prozesses verstehen, dass scheinbar Fixierte als korrigierbar begreifen. Der bei Kafka entlehnte Titel spielt auf den Kampf zweier Menschen an, der sich als Kampf eines Einzelnen mit sich selbst herausstellt. Bei der Berlinale 1961 wurde Marker für DESCRIPTION D’UN COMBAT mit dem Goldenen Bären als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Chris Marker: Geboren 1921 in Neuilly-sur-Seine (F), gestorben 2012 in Paris; 1937-39 Philosophiestudium bei Jean-Paul Sartre; während des Krieges in der Résistance dann Übersetzer für die US Army; seit 1945 Schriftsteller, Fotograf, Lektor. Zahlreiche einflussreiche Arbeiten ab den 1950er Jahren, darunter LA JETÉE (1962) und SANS SOLEIL (1983), etablierten ihn als bedeutenden Dokumentaristen und Essayisten der Filmgeschichte.
Wann
Di 17.03., 19:00
Sa 28.03., 19:00
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
ONCE I ENTERED A GARDEN
Im Zentrum des Films von Avi Mograbi stehen Gespräche zwischen dem israelischen Filmemacher und seinem palästinensischen Freund und ehemaligen Arabischlehrer, Ali Al-Azhari. Inspiriert wurden sie durch einen Traum über eine unmögliche Begegnung zwischen Mograbi und seinem Großvater Ibrahim vor ihrem Haus in Damaskus im Jahr 1920. Welche Sprache sprachen sie? Avis Arabisch ist rudimentär, während Ibrahim erst Hebräisch lernen musste. Um seinen Traum mit Leben zu füllen, wendet sich Mograbi an Al-Azhari und schlägt vor, gemeinsam einen Film zu drehen: „To the last touch“, wie Ali es ausdrückt. In typischer Mograbi-Manier verwebt der Filmemacher eine Erzählung über das Filmemachen mit dem Film selbst, einem Film über Identität, der unsere grundlegenden Annahmen darüber, was uns zu dem macht, was wir sind, in Frage stellt.
Der Film erhielt mehrere internationale Auszeichnungen.
Wann
So 22.03., 17:00
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)