cinéPolska
Freiheit. Stimme. Erinnerung.
06.-08.02.2026
Drei Tage polnische Filmkunst eröffnen einen lebendigen Dialog zwischen Film, Geschichte, Kultur und gesellschaftlichen Fragestellungen. Die ausgewählten Werke blicken dabei nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern verhandeln Themen von brennender Aktualität – insbesondere Frauenrechte, Gleichberechtigung, Migration und die Suche nach Identität. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer Entwicklungen und dem Erstarken rechtskonservativer sowie nationalistischer Strömungen wird deutlich, dass Freiheit und Gleichstellung keine Selbstverständlichkeiten sind.
An drei Festivaltagen führen die Filme eindrücklich vor Augen, dass gesellschaftliche, politische und persönliche Freiheit niemals selbstverständlich ist. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch Jahrzehnte polnischer und europäischer Identitätsgeschichte, erzählt aus der Perspektive des Autorenkinos und getragen von mutigen Geschichten über Aufbruch, den Kampf um Demokratie und Frauenrechte, über Erinnerung, Überleben und tiefgreifenden Wandel.
In Kooperation mit dem Verein Polnische Frauen Solidarisch e.V.
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, dem Museum für Kinematographie in Łódź und der Sparkasse Freiburg
Das gelobte Land (Ziemia obiecana)
„Das gelobte Land“ zeigt eindrucksvoll die Schattenseiten des kapitalistischen Aufstiegs im späten 19. Jahrhundert: Die Arbeiterstadt Łódź wird zum Zentrum für Industrielle und Spekulanten, Vermögen werden über Nacht gewonnen und verloren. Drei Freunde – der Pole Karol, der Deutsche Max und der Jude Moritz – wollen hier eine Textilfabrik gründen. Obwohl ihre Herkunft und Charaktere kaum unterschiedlicher sein könnten, eint sie das Ziel, ihre Skrupel für den wirtschaftlichen Erfolg abzulegen.
Wann
Fr 06.02., 15:00, Einführung: Dr. Andrzej Kałuża vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
„Pay after“: Nach dem Film entscheiden die Zuschauer*innen selbst, wie viel sie als Spende zahlen möchten
Feierliche Eröffnung des Filmfestivals cinéPolska und Vernissage
Während des cinéPolska 2026 wird eine Auswahl der Kino-Plakate der bekanntesten Meisterwerken Wajdas aus der über 300 Plakate umfassenden Sammlung des Museums der Kinematographie in Łódź präsentiert. Die Filme Wajdas wurden in unterschiedliche Sprachen übersetzt und so sind auch die Plakate zu seinen Filmen in unterschiedlichsten Ländersprachen, Kunststilen und Designs ein Beweis seiner internationalen Anerkennung. Die Einführung in die Ausstellung gibt Dr. Andrzej Kałuża vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt. Die Vernissage wird von einem Konzert polnischer Filmmusik begleitet.
Wann
Fr 06.02., 18:30, Einführung Dr. Andrzej Kałuża vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt, mit einem Konzert polnischer Filmmusik
Ausstellungsdauer: Bis 22.02.
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
Frei
Eröffnungsfilm: Imago
„Imago“ erzählt die vielschichtige Geschichte von Ela, der jüngsten von neun Geschwistern, die in der grauen Realität des späten 80er-Jahre der Dreistadt (Trójmiasto) ihren Freiheitsdrang herauszuschreien versucht. Weder die starren Regeln der alten Ordnung noch die entstehende neue Welt passen zu ihr. Ihre Zuflucht findet sie in der alternativen Szene der Drei-Städte-Region, wo sie Musiker, Künstler und Rebellen trifft.
Wann
Fr 06.02., 19:30, mit virtuellem Gespräch mit der Regisseurin Olga Chajdas. Moderation: Marek Zawiślak vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Afterparty
Im Anschluss an die letzte Filmvorführung laden wir herzlich zur Afterparty im KoKi mit DJ Pierre ein!
Wann
Fr 06.02., 21:00
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
Frei
Panel: Zwischen Emanzipation und Tradition – Feminismus in Deutschland und Polen
Dieses öffentliche Panel beleuchtet die Entwicklung feministischer Bewegungen in Deutschland und Polen, die Spannungen zwischen emanzipatorischen Ansätzen und traditionellen Rollenbildern sowie aktuelle Herausforderungen und Chancen für feministische Praxis. Diskutieren werden Marta Dzido und Piotr Śliwowski – Regisseur*innen vom Film: Die Frauen der Solidarność – sowie Moderatorin Oliwia Hälterlein und zwei Expertinnen aus feministischen Organisationen aus Freiburg.
Wann
Sa 07.02., 14:00 – 16:00
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
Frei
Simona Kossak
Der Film erzählt das biografische Drama über das Leben von Simona Kossak, in der Hauptrolle Marianna Zydek. Er zeigt ihr außergewöhnliches Leben im Białowieża-Wald, ihre Beziehung zu Lech Wilczek sowie ihren Kampf für den Schutz der Natur.
Wann
Sa 07.02., 15:00, Einführung: Joanna Kupczyk-Merz vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Workshop für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren
Begleitend zur Filmvorführung von „Simona Kossak“ lädt der Workshop Kinder und Jugendliche ein, sich kreativ mit den zentralen Themen des Films auseinanderzusetzen: Naturschutz, Selbstbestimmung und der Mut, gesellschaftliche Erwartungen und traditionelle Rollenbilder zu hinterfragen.
Wann
Sa 07.02., 17:15 – 18:45
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Wanda Rutkiewicz: The Last Expedition (Ostatnia wyprawa)
Der Dokumentarfilm verfolgt das Geheimnis um das Verschwinden von Wanda Rutkiewicz, der legendären polnischen Bergsteigerin, die 1992 während einer Expedition am Kantschendzönga verschwand.
Wann
Sa 07.02., 17:15, Einführung: Dr. Katarzyna Zielewska-Büttner vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Die Frauen der Solidarność (Solidarność Według Kobiet)
„Die Frauen der Solidarność“ rekonstruiert die bisher kaum erzählte Geschichte der Frauen, die in der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarność aktiv waren.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit den Regisseur*innen Marta Dzido und Piotr Śliwowski statt, moderiert zweisprachig von Oliwia Hälterlein. Gemeinsam diskutieren sie über die Entstehung des Films, die Bedeutung weiblicher Perspektiven in der Geschichtsschreibung und die Aktualität des Themas für heutige Protest- und Demokratiebewegungen.
Wann
Sa 07.02., 19:30, im Anschluss Gespräch mit den Regisseur*innen Marta Dzido und Piotr Śliwowski. Zweisprachige Moderation: Oliwia Hälterlein
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Lampo 2 (O psie, który jeździł koleją 2)
Nach einer erfolgreichen Operation in den USA kehrt Zuzia mit ihren Eltern nach Hause zurück. Während ihrer Abwesenheit bleibt ihr geliebter Schweizer Schäferhund Lampo – landesweit bekannt als der „Bahnhofshund“ – in der Obhut des Bahnhofsvorstehers. Doch das geordnete Leben des Mannes gerät schnell aus den Fugen. Obwohl Lampo nach wie vor gerne Züge fährt, kehrt er eines Tages nicht wie erwartet zurück…
Wann
So 08.02., 15:00, deutsch eingesprochen von Oliwia Hälterlein
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
3,00 € (Kinder) / 5,00 € (Begleitpersonen) / 8,00€ (Normal)
Begleitprogramm zum Film „Lampo 2“
Begleitend zum Film „Lampo 2“ können Kinder in der Galerie des Kommunalen Kinos spielerisch in die Abenteuer von Lampo und Zuzia eintauchen. Dabei entdecken sie gemeinsam wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und Tierliebe.
Wann
So 08.02., 17:00 – 18:00
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
Frei
Briefe aus der Wilcza (Listy z Wilczej)
Der indische Regisseur Arjun Talwar, der seine Heimat verließ, um an der Filmhochschule in Łódź zu studieren, präsentiert mit diesem persönlichen One-Man-Dokumentarfilm einen einzigartigen Blick auf sein Leben in Polen. Er filmt das Alltagsleben auf der Wilcza-Straße in Warschau – einer Straße voller Friseure, Kioske, einer Tanzschule, einer Galerie, einem Asia-Imbiss und einem besetzten Haus – und erzählt von seiner Suche nach Zugehörigkeit in einem Land, das ihn oft als Fremden behandelt.
Wann
So 08.02., 17:30, im Anschluss virtuelles Gespräch mit dem Regisseur Arjun Talwar. Moderation: Aleksandra Pojda de Pérez vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)
Franz K.
Prag, Anfang des 20. Jahrhunderts: Kafka ist hin- und hergerissen zwischen der Autorität seines fordernden Vaters, der Routine im Versicherungsbüro und seiner Sehnsucht nach künstlerischer Entfaltung. Er erlebt Momente großer Komik und leiser Ironie, etwa wenn seine wortreich verfasste Depesche an seine Geliebte Milena von einer sparsamen Schalterbeamtin auf „Kann nicht kommen“ reduziert wird.
Wann
So 08.02., 20:00, mit virtueller Einführung zum Film sowie in das Lebenswerk von Agnieska Holland von Tomasz Raczek, einem der renommiertesten polnischen Filmkritiker
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)