Simona Kossak
Simona Kossak wird in eine berühmte Familie polnischer Maler geboren, doch sie interessiert sich nicht für Kunst und möchte ihren eigenen Weg gehen. Nach ihrem Biologiestudium verlässt sie Krakau, ihre Familie und Traditionen und arbeitet als Wissenschaftlerin im Białowieża-Urwald-Nationalpark. Dort lebt sie in einem abgelegenen Haus ohne Strom und fließendes Wasser und lernt den Fotografen Lech kennen, mit dem sie ihre Leidenschaft für Natur und Freiheit teilt.
Besonders hervorzuheben ist Simonas konsequenter Bruch mit traditionellen Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Erwartungen. Ihr Leben bildet ein Gegenbild zu stereotypischen Vorstellungen von Weiblichkeit: selbstbestimmt, kämpferisch und unabhängig – sowohl in der Wissenschaft als auch im Alltag. Der Film kann als feministisches Statement verstanden werden, das weibliche Autonomie in patriarchalen Strukturen betont, insbesondere in historisch männlich dominierten Bereichen wie Umweltschutz und Wissenschaft. Simona Kossak wird so nicht nur als Naturschützerin sondern auch als Vorreiterin eines neuen Selbstverständnisses von Frau-Sein gezeigt: geprägt von Freiheit, Selbstbestimmung und Widerstand gegen gesellschaftliche Normen.
Begleitend zur Filmvorführung von Simona Kossak findet von 17:15 bis 18:45 Uhr ein Workshop für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren in der Galerie des Kommunalen Kinos, in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Pflege der Polnischen Sprache, Geschichte und Kultur „Lajkonik“ e.V. statt.
cinéPolska
Regie
Adrian Panek
Land, Jahr | Fassung | Länge
Polen, 2024 | OmeU | 100 Min.
Wann
Sa 07.02., 15:00, Einführung: Joanna Kupczyk-Merz vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)