Imago
Imago erzählt die vielschichtige Geschichte von Ela, der jüngsten von neun Geschwistern, die in der grauen Realität des späten 1980er-Jahre der Dreistadt (Trójmiasto) ihren Freiheitsdrang herauszuschreien versucht. Weder die starren Regeln der alten Ordnung noch die entstehende neue Welt passen zu ihr. Ihre Zuflucht findet sie in der alternativen Szene der Drei-Städte-Region, wo sie Musiker, Künstler und Rebellen trifft.
Der Film konzentriert sich auf Elas komplexe Beziehung zu ihrer Mutter, ihre Suche nach Identität und die Atmosphäre sozialer und musikalischer Veränderungen am Ende der Volksrepublik Polen. Mit einem großartigen Soundtrack und authentischen Bildern der 1980er Jahre-Subkultur zeigt IMAGO das Porträt einer unabhängigen, rebellischen Frau, die sich im Chaos der Transformation und ihrer eigenen Emotionen zu finden versucht.
Gdańsk der 1980er – graue Industriemetropole, Fenster zur Welt, Hort katholischer Familientraditionen und Hotspot einer alternativen Jugendkultur, die dem New Wave aus Manchester nähersteht als dem sozialistischen Mainstream aus Warschau – bildet den explosiven Hintergrund von Elas jungem Erwachsenenleben. Olga Chajdas taucht in ihrem Zweitwerk mit dezidiert weiblichem Fokus tief in das Lebensgefühl der Achtzigerjahre ein. Lena Góra, Hauptdarstellerin und Co-Autorin, verkörpert mit Bravour ihre bisher vermutlich schwierigste Rolle: die der Mutter, deren Sängerinnenkarriere die nordpolnische Kulturszene der 1980er prägte, und mit der sie sich durch diesen Rollentausch aussöhnt.
cinéPolska
Regie
Olga Chajdas
Land, Jahr | Fassung | Länge
Polen, Niederlande, Tschechien 2023 | OmeU | 113 Min.
Wann
Fr 06.02., 19:30, , mit virtuellem Gespräch mit der Regisseurin Olga Chajdas. Moderation: Marek Zawiślak vom Verein Polnische Frauen Solidarisch e. V.
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)