Italienisches Kino - Hommage an Paolo Virzi | Februar 2017

In den Monaten Februar und März widmen wir uns dem Filmemacher Paolo Virzì, einem der international renommiertesten Regisseure des aktuellen italienischen Kinos. In seinen Komödien treffen Provinz und Großstadt aufeinander, seine Figuren kämpfen gegen Probleme und Einsamkeit sowohl in der Arbeiterklasse als auch in besser gestellten Schichten. Virzì wurde zur filmischen Stimme Italiens unter Berlusconi bis heute.

LA PAZZA GIOIA

Die Überglücklichen

Regie: Paolo Virzí | mit Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti, Valentina Carnelutti
Italien, Frankreich 2016 | OmU | 116 Min.
Maria Beatrice Morandini Valdirana ist Gräfin und Quasselstrippe, die sich in der Welt der Schönen und Reichen bestens auskennt. Seitdem sie sich in einen Verbrecher verliebt und der italienischen Justiz zahlreiche Gründe gegeben hat, sie unter Arrest zu stellen, ist von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr viel übrig. Sie muss sich in der Villa Biondi einer psychologischen Behandlung unterziehen. Als die junge Donatella dort ebenfalls Patientin wird, nimmt Beatrice die gebrochene Frau unter ihre Fittiche. Beim Arbeitseinsatz in einer Gärtnerei ergibt sich eine seltene Gelegenheit, den goldenen Käfig zumindest kurzfristig zu verlassen: Beatrice und Donatella büchsen aus. Dicht gefolgt von einem Dutzend Psychologen jagen sie durch die Toskana und freunden sich bald an. Zwischen bipolaren Glücksschüben, manischer Zielstrebigkeit und zwanghafter Furchtlosigkeit verstehen sie einander besser als sonst jemand es je könnte.