Welttag Seelische Gesundheit 2014 | Oktober 2014

WENN DIE REALITÄT AUF EINMAL ANDERS IST

Ein Film über Menschen mit der Diagnose Schizophrenie.

Regie: Medienprojekt Wuppertal
Deutschland 2009 | 90 Min.
Etwa jeder Hundertste in Deutschland lebt mit der Diagnose »Schizophrenie«. Obwohl die Diagnose so häufig ist, führt sie im Umfeld der Betroffenen oft zu Stigmatisierungen, Vorurteilen oder sogar Angst.

In dem Film werden fünf Menschen porträtiert, bei denen Schizophrenie diagnostiziert wurde. Die Betroffenen berichten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven über ihre Erfahrungen.
Was bedeutet es für die Betroffenen, wenn sie die Diagnose »Schizophrenie« erhalten? Wie zeigen sich so genannte psychotische Krisen und wie werden diese erlebt? Wie sieht der Tagesablauf während der Krisen aus, wie wird der Alltag individuell bewältigt? Wie ist die Entwicklung der Krankheit und welchen Einfluss hat sie auf Freundschaften, Familienbeziehungen, Arbeit etc.? Wie sieht die Nachsorge aus in Bezug auf Selbsthilfegruppen und ambulante Therapien? Wie gehen die Betroffenen mit Isolation um? Wie erleben sie gesellschaftliche Ausgrenzung und wie sind die Lebensperspektiven?

Ergänzt werden die Portraits durch Expert/inneninterviews mit Nils Greve (Psychosozialer Trägerverein Solingen), Cornelius Kunst (Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW), Stephan Rolf (Sozialpsychiatrisches Zentrum Wuppertal) und Sigrid Harrer-Lange (Rheinische Kliniken Bonn). Sie thematisieren u.a. die Bedeutung der Diagnosestellung, das Problem der Zwangspsychiatrisierung und mögliche Behandlungsalternativen.
In Kooperation mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund Freiburg (GPV) und der Stadt Freiburg, Psychiatriekoordination (Frau Kubbutat).