Soli-Veranstaltung für Oleg Sentsov | Oktober 2014

GAMER

Gaámer

Regie: Oleg Sentsov | Kamera: Yegor Petrik & Gennadiy Veselkov | mit Vladislav Zhuk, Aleksandr Fedorov, Zhanna Biryuk, Yuriy Sovenok, Igor Sidorenko u.a.
Ukraine 2012 | OmeU | 92 Min.
Für die Freilassung von Oleg Sentsov!
Am 11. Mai 2014 wurde der auf der Krim lebende ukrainische Filmemacher Oleg Sentsov (*1976) durch den russischen Geheimdienst FSB in seiner Wohnung verhaftet und nach Moskau ausgeflogen. Seither befindet er sich Untersuchungshaft, die Anklage lautet: Planung terroristischer Aktionen auf der Krim.
Mit der Aufführung von Sentsovs Spielfilmdebüt „Gaamer“ protestieren wir gegen diesen Willkürakt und rufen zur Unterstützung des Regisseurs auf.
Die Europäische Filmakademie hat einen Fonds ins Leben gerufen, um den Ukrainer zu unterstützen. Aufmerksamkeit und Geld - laut der Europäischen Filmakademie (EFA) sind das die zwei Dinge, mit denen Oleg Sentsov in seiner jetzigen Situation geholfen werden könne. Für beides soll der Fonds, den die EFA am Freitag (11.07.2014) eingerichtet hat, sorgen. Das Kommunale Kino Freiburg wird wie das Berliner Kino in der Brotfabrik alle Einnahmen der Kinovorstellung von GAMER in diesen Soli-Fonds einzahlen, die Produzentin des Films verzichtet ebenfalls auf Ihre Beteiligung an den Einnahmen.

Gaamer
„Der junge Alex lebt bei seiner Mutter, doch eigentlich ist er dort genauso wenig anwesend wie in der technischen Schule, die er besuchen sollte. Was ihn beschäftigt, ihn ständig umtreibt, ist die virtuelle Welt des PC-Spiels ‚Quake’. In ihm ist ‚Koss’, so Alex’ Spielername, ein Meister und wird von den jüngeren und unerfahreneren Gamern, die er ein ums andere Mal besiegt, bewundert. Während ihn sein sonstiges Leben kaum zu interessieren scheint, verbringt er jede freie Minute vor dem Computerbildschirm und kommt mit seinem enormen Ehrgeiz immer weiter: Ein begehrtes Spielerteam nimmt ihn auf, bald reist er auf internationale Turniere, gewinnt Pokale und wird zu einer kleinen Berühmtheit in der Szene. Doch irgendetwas fehlt. Hinter seiner gleichgültigen Fassade erhält die Leidenschaft für das Spiel erste Risse. Und wie soll man mit Niederlagen umgehen, wenn es immer ums Gewinnen geht? Ein Coming-of-Age-Drama aus der Ukraine in semidokumentarischem Stil, das sich mit Wertungen zurückhält. Der Regiedebütant Oleg Sentsov zeichnet das packende und ebenso nachdenkliche Porträt eines jungen Mannes, der in seiner Gamerwelt gefangen scheint wie in einer nicht enden wollenden Kindheit.“ (GoEast Wiesbaden)