Stummfilm mit Live-Musikbegleitung | Juni 2014

DIE KEUSCHE SUSANNE

Regie: Richard Eichberg | Buch: Nach der gleichnamigen Operette von Jean Gilbert | mit Ruth Weyher, Lilian Harvey, Willy Fritsch u.a.
D 1926 | 101 Min.
Zwei junge Frauen hintergehen auf so komische wie umwerfende Weise die verstaubten Konventionen ihrer Zeit. Im Zentrum des Films wirbelt dabei die freche Susanne, die ein aufregendes Doppelleben führt: Im heimatlichen Provinznest gilt sie als Inbegriff der Tugendhaftigkeit, während sie in Paris die Königin der Nacht ist und von Männern umschwirrt wird. Mit Jacqueline buhlt sie um den charmanten René , so dass eine herrlich komplizierte Dreiecksbeziehung entsteht. Doch die Moralprediger machen den jungen Leuten das Leben und Lieben schwer.
Diesen Operettenstoff inszeniert der Berliner Regisseur Richard Eichberg mit Humor, Leichtigkeit und sicherem Gefühl für das Timing, mit Lust und Energie. Die Romantik kommt bei allem Witz nicht zu kurz, weil Eichberg in „Die keusche Susanne“ das kommende Traumpaar des deutschen Films zusammenbringt: Lilian Harvey und Willy Fritsch. Sie necken sich, umgarnen sich, sie finden sich. Im „Film-Kurier“ schreibt Willy Haas: „wenn man überhaupt Operetten verfilmen soll, so kann man sie nicht anders, nicht besser inszenieren, als es Richard Eichberg tut“ (12.11.1926).