Asian Takes | März 2014

BLESSING BELL

KOFUKU NO KANE

Regie: Sabu | Buch: Sabu | Kamera: Nakabori Masao
Japan 2002 | OmU | 87 Min.
Der Morgen erwacht über dem verlassenen Hof einer Fabrikanlage. Die Welt scheint still zu stehen: Da setzt sich ein Mann namens Igarashi in Bewegung. Wortlos lässt er sich treiben und begegnet dabei einem Yakuza, einem Mörder, einer Mutter, und einem Geist. Die Geschichten reihen sich wie Perlen einer Kette aneinander, die dann jedes Mal aufs Neue zerreißt. Und am Ende seiner Reise erkennt Igarashi, dass es in der Welt nur einen Ort für ihn gibt... Sabu zeichnet seinen Film in höchst stilisierten Bildern; Farben durchziehen die abendliche Großstadt und einfache Betonbrücken werden kadriert, als seien sie Skulpturen.
»Von großer Einfachheit, voller Zufälle, ein Ton, der manchmal aussetzt, und Helden, die kein einziges Wort sagen.« taz