JIA ZHANG-KE | März 2014

Wir zeigen drei Filme von Jia Zhang-ke, des gegenwärtig wohl bedeutendsten chinesischen Filmemachers. Der New Yorker nennt ihn »einer der besten und wichtigsten Regisseure der Welt«. Jia Zhang-ke wurde 1970 in Fenyang in der Provinz Shanxi geboren. Er studierte zunächst Malerei, später wechselte er an die Beijing Film Acadamy in Peking. Sein erster Spielfilm Xiao Wu (1997), der im Forum der Berlinale uraufgeführt wurde, gewann prompt den Wolfgang Staudte-Preis. Mit Still Life (2006) gelang ihm der internationale Durchbruch, der Film erhielt den Goldenen Löwen in Venedig. Alle seine Filme erzählen von den so genannten kleinen Leuten, von ihrer Verlorenheit in einer Gesellschaft, die sich jeden Tag von neuem selbst zu überholen scheint. Sein neuestes Werk A Touch of Sin (2013), ausgezeichnet in Cannes für das beste Drehbuch, zeigen wir als Film des Monats.

A TOUCH OF SIN

Regie: Jia Zhang-ke | China 2013
Ein Minenarbeiter rebelliert gegen die Korruption der Dorfoberen. Ein mittelloser Wanderarbeiter verschafft sich auf seine Weise Geld. Eine Sauna-Rezeptionistin wird von Männern so lange gedemütigt, bis sie sich wehrt. Ein junger Fabrikarbeiter zieht von ... mehr >>>

STILL LIFE - SANXIA HAOREN

Regie: Jia Zhang-ke | China 2006
Vor dem Hintergrund des größten Staudamm-Projekts der Welt am Jangtse-Fluss in China, dem über eine Million Menschen weichen mussten, suchen der Bergarbeiter San-ming und die Krankenschwester Guo Shen-hong unabhängig voneinander in die Provinzstadt ... mehr >>>

XIAO WU

Regie: Jia Zhang-ke | China 1997
Als Straßenkinder haben sich Xiao Wu und Xiao Yong Blutsbrüderschaft geschworen. Jahre später schlägt sich der schmächtige Xiao Wu noch immer als Taschendieb durch, während Xiao Yong vom Zigarettenschmuggler zum Zigarettenhändler aufgestiegen ist. In ... mehr >>>