Psychoanalytikerinnen stellen Filme vor | März 2014

DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE

Le fabuleux destin d’Amélie Poulain

Regie: Jean-Pierre Jeunet
Frankreich 2001 | DF & OmU | 122 Min.
Es gibt das französische Wort „améliorer“ - das heißt übersetzt: verbessern, mildern, auch reformieren. Kein Wunder also, dass Amélie nun einmal Amélie heißt. Der anmutige Name dieser anmutigen Filmfigur ist hier zugleich altruistisches Programm. Amélie scheint an alle zu denken, an Gott und seine Welt, die mehr und mehr unterzugehen droht, und an deren Bewohner, zumal jene in Amélies buntem Mikrokosmos im Pariser Montmartre-Viertel. Nur an sich selbst denkt die fragile junge Frau als allerletztes. Sie jobbt in einem Café, und wenn sie etwa merkt, dass die Zigarettenverkäuferin ein Auge auf Joseph, einen der Stammgäste, geworfen hat, dann tut Amélie alles, um diese beiden Menschen zusammenzubringen. Doch plötzlich passiert es Amélie selbst: sie verliebt sich in Nino - und hat keine Ahnung, wie sie damit umgehen soll…