Stummfilm mit Musikbegleitung | Februar 2011

MENSCHEN AM SONNTAG

Regie: Robert Siodmak | Buch: Billy Wilder, Fred Zinnemann, Edgar Ulmer, Robert Siodmak, nach einer Idee von Curt Siodmak | Kamera: Eugen Schüfftan | mit Brigitte Borchert, Christel Ehlers, Wolfgang von Waltershausen
D 1929/30 | 74 Min.
Der durchweg mit Laiendarstellern besetzte Film beschreibt einen Sonntag im Sommer 1929, an dem sich eine Gruppe junger Menschen trifft, um diesen Tag gemeinsam zu verleben. Man fährt mit der S-Bahn zum Strandbad Wannsee, badet, flirtet miteinander und kehrt wieder in die Stadt zurück, als der Abend über Berlin hereinbricht.Dies alles wird mit einem dokumentarischen Anspruch erzählt, wenngleich viele Szenen durchaus gestellt wirken. Die Filmemacher verstanden ihr Werk als bewussten Kontrast zu den Produktionen aus der Traumfabrik der UFA und ließen daher die Darsteller ungeschminkt in ihrer Alltagskleidung vor die Kameras treten, mit der Absicht ein lebensnahes und ungezwungenes Abbild der Wirklichkeit zu erreichen.
Aus heutiger Sicht wirkt MENSCHEN AM SONNTAG noch immer erfrischend unkonventionell und ist dank der Kamerakünste von Eugen Schüfftan ein wichtiges filmhistorisches Dokument über das Leben in Berlin gegen Ende der 20er Jahre.
Wir zeigen den Film in der rekonstruierten Fassung.