Mittwochskino: Mit dem Blick nach vorn | März 2013

Ein friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft ist keineswegs selbstverständlich. Besonders spannungsreich ist diese Koexistenz in Ländern, in denen über Jahre oder Jahrzehnte Terror und Ausgrenzung herrschte und nun die Opfer mit den Tätern zusammen leben müssen. Unter genau diesen Voraussetzungen starteten Nelson Mandela und seine Mitstreiter in den 1990er Jahren in Südafrika eine Initiative, die richtungweisend für viele andere Länder war: Die Täter sollten sich vorbehaltlos zu ihren Taten bekennen und die Opfer um Verzeihung bitten. Waren die Opfer von der menschlichen Reue überzeugt, konnten sie den Tätern vergeben.
Das Mittwochskino greift diese Problematik auf und zeigt Filme, die die Vergangenheitsbewältigung zum Thema machen, um eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

ONE DAY AFTER PEACE

Regie: Erez & Miri Laufer | Israel, Südafrika 2012
Eine Mutter, die ihren Sohn bei einem palästinensischen Angriff auf einen Polizeiposten in den von Israel besetzten Gebieten verloren hat, versucht, mit dem inhaftierten Todesschützen ihres Sohnes in Kontakt zu treten und sich zu versöhnen. Allerdings geht ... mehr >>>

ZULU LOVE LETTER

Regie: Ramadan Suleman | Südafrika/Frankreich 2004
Die Journalistin Thandeka Khumalo quälen tiefe Schuldgefühle: Während der Apartheid schwanger inhaftiert und gefoltert, brachte sie ihr Kind taub zur Welt. Die traumatisierte Tochter wiederum hofft durch die Herstellung eines »Zulu Love Letter«, eines ... mehr >>>

IMPUNITY – KOLUMBIEN, EIN LAND IM KRIEG - TÉMOIN INDÉSIRABLE

Regie: Juan José Lozano, Hollman Morris | Schweiz, Frankreich, Kolumbien 2012
Was bewegt einen Journalisten, in Zeiten des politischen Showbiz komplexe und vielseitige Themen aufzugreifen und sich nicht für den einfacheren Inhalt zu entscheiden? Warum ist er bereit, dafür sein Leben aufs Spiel zu setzen? Welche Auswirkungen hat dies ... mehr >>>