ciné club | September 2012

DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD

LE GAMIN AU VÉLO

Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne | Buch: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne | Kamera: Alain Marcoen | mit Cécile De France, Thomas Doret, Jérémie Renier u.a.
Belgien/Frankreich/Italien 2011 | OmU | 87 Min.
Cyril ist zwölf Jahre alt. Cyril hat einen großen Wunsch, der sich unbedingt erfüllen soll: Er möchte seinen Vater wiederfinden und bei ihm bleiben. Cyrils Vater Guy hat den Jungen vor geraumer Zeit in ein Kinderheim gebracht, ihn seither aber nicht mehr besucht. Guy ist für Cyril nicht mehr erreichbar, ist wie vom Erdboden verschluckt, zumal er auch die Wohnung aufgegeben hat. Eines Tages begegnet Cyril der Friseurin Samantha. Und Samantha nimmt sich des verloren wirkenden, manchmal auch aggressiven Jungen an, erklärt sich sogar bereit, ihn an den Wochenenden zu sich zu holen. Gemeinsam fahren sie mit ihren Fahrrädern durch die Wälder und Landschaften. Samantha wird für Cyril zu einer neuen Bezugsperson. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Cyrils Vater. Und irgendwann kommt der Moment, in dem sie vor der verschlossenen Tür eines Lokals stehen, in dessen Küche Guy als Koch arbeitet…
„Der Junge mit dem Fahrrad“ ist der bislang optimistischste Film im Werk der Dardenne-Brüder, die auch hier ihrem minimalistischen Stil und ihrer klaren Formensprache der absoluten Reduktion, der völligen Langsamkeit treu bleiben.