Stummfilm mit Musik | Dezember 2010

RASKOLNIKOW

Regie: Robert Wiene | Kamera: Willy Goldberger | mit Grigori Chmara, Elisaweta Skulskaja, Alla Tarasova, Pawel Pawlow
Deutschland 1923 | 139 Min.
Drama nach Motiven von Fjodor M. Dostojewskis Verbrechen und Strafe: Der mittelose Student Raskolnikow ermordet aus Habgier die Pfandleiherin Aljona sowie deren zufällig hinzukommende Schwester. Als er sich später in die junge Sonja verliebt, gesteht er ihr schließlich von Gewissensbissen geplagt die Tat. Nachdem die Justiz wider Erwarten einen anderen des Verbrechens für schuldig befindet, lässt sich Raskolnikow von Sonja überzeugen, und er bekennt sich öffentlich zu seiner Schuld.

Das Kommunale Kino zeigt diesen Film zu Ehren der großen Dostojewskij-Übersetzerin Swetlana Geier, die am 7.11.2010 in ihrem Haus in Günterstal verstorben ist. RASKOLNIKOW ist sicherlich die interessanteste filmische Adaption dieses literarischen Stoffs. In Zusammenarbeit mit dem Moskauer Künstlertheater schuf der Caligari-Regisseur Robert Wiene 1923 im Geburtsjahr Swetlana Geiers ein filmisches Meisterwerk, mit dem er - entgegen des Verdikts Lotte Eisners – neben Lang, Murnau und Pabst zu den bedeutendsten Regisseuren der Weimarer Republik zu zählen ist.

Einführung: Dr. Franz Leithold, Universität Freiburg