Filmreihe: DER DREHBUCHAUTOR GUERRA: SCHEUER VOGEL TRAUM. AUF DEN SPUREN TONINO GUERRAS | Januar 2012 bis Februar 2012

SCHEUER VOGEL TRAUM. AUF DEN SPUREN TONINO GUERRAS

»Bei vielen Dingen weiß man nie, wie sie angefangen haben.
Auch nicht bei den kleinen.«
Tonino Guerra

Schriftsteller, Drehbuchautor, Maler – Tonino Guerra, 1920 im italienischen Santarcangelo di Romagna geboren, ist in jeder Hinsicht ein großer Künstler. Während er als Drehbuchautor international bekannt wurde, ist sein bildnerisches und literarisches Werk in Deutschland jedoch weitgehend unbekannt geblieben. Das Erscheinen einer repräsentativen Text-anthologie mit ausführlichen biblio- und filmographischen Angaben ist Anlass, einen Blick auf die Vielfältigkeit seines künstlerischen Werkes zu werfen: Im Rahmen einer Lesung stellt Guerras Übersetzerin Elsbeth Gut Bozzetti die Anthologie Scheuer Vogel Traum. Ein Lesebuch vor, eine Ausstellung zeigt eine Auswahl seines bildkünstlerischen Werkes, eine Filmreihe präsentiert Guerra als Drehbuchautor.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos und des Centro Culturale Italiano Freiburg. Initiiert und kuratiert von Elsbeth Gut Bozzetti.


Ausstellung:
DER KÜNSTLER GUERRA
Vernissage: SONNTAG, 15. JANUAR, 18:30 Uhr
Ein langer Strich und ein paar Schnörkel, mit Mörtel auf eine Mauer gekritzelt: diesem Impuls gehorcht Tonino Guerra von klein auf. Mit sicherer Hand folgt er seinen Eingebungen, probiert neugierig Techniken und Werkzeuge aus, entwickelt im Laufe vieler Jahre, wie nebenbei, eine eigene bildnerische Handschrift. Ein Blick in die Bilderwelt von Tonino Guerra, dessen Pastelle, Radierungen, Collagen den feinen Faden seiner Fantasie weiterspinnen. Vernissage mit einer Einführung von Elsbeth Gut Bozzetti. Anschließend Filmvorführung um 19:45 Uhr im Kommunalen Kino: Die Nacht (1961) mit einer Einführung von Isa Wigand.

So 15.01. bis Fr. 10.02.


Filmreihe:
DER DREHBUCHAUTOR GUERRA
Seit den sechziger Jahren prägte Tonino Guerra als Drehbuchautor das italienische und internationale Kino. Er arbeitete unter anderem mit Federico Fellini, Vittorio de Sica und Michelangelo Antonioni. Seine Drehbücher zu Mario Monicellis Casanova 70 (1965) und zu Antonionis Blow up (1967) wurden für den Oscar nominiert. 2002 wurde er mit dem Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das Kommunale Kino zeigt ausgewählte Filme des Drehbuchautors Guerra, die unter der Regie Antonionis und Theo Angelopoulos’ entstanden.

Vernissage der Ausstellung: DER KÜNSTLER GUERRA

Vernissage: SONNTAG, 15. JANUAR, 18:30 Uhr Ein langer Strich und ein paar Schnörkel, mit Mörtel auf eine Mauer gekritzelt: diesem Impuls gehorcht Tonino Guerra von klein auf. Mit sicherer Hand folgt er seinen Eingebungen, probiert neugierig Techniken und ... mehr >>>

DIE NACHT - LA NOTTE

Regie: Michelangelo Antonioni | I/F 1960
DIE NACHT erzählt von der seelischen Leere und der Beziehungslosigkeit eines Ehepaares (Jeanne Moreau und Marcello Mastroianni), das sich auf der Flucht vor dem Nichts verzweifelt umklammert. »Antonionis brillant inszenierter Film analysiert (...) die ... mehr >>>

ZABRISKIE POINT

Regie: Michelangelo Antonioni | USA 1969
Amerika zur Zeit der Studentenbewegung. Als der Student Mark in den Verdacht gerät einen Polizisten getötet zu haben, flieht er in einem entwendeten Flugzeug. Im Death Valley trifft er auf Daria. Beide irren durch die Wüste, lieben sich, verlieren sich. ... mehr >>>

DER SCHWEBENDE SCHRITT DES STORCHES - TO METEORO VIMA TOU PELARGOU

Regie: Theo Angelopoulos | Griechenland 1991
DER SCHWEBENDE SCHRITT DES STORCHES spielt in einem abgelegenen Ort an der griechisch-türkisch-bulgarischen Grenze, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Den "Wartesaal" nennen ihn die kurdischen, iranischen und rumänischen Immigranten, die hier ihr Tor ... mehr >>>

Übersetzerlesung: DER SCHRIFTSTELLER TONINO GUERRA

Im deutschen Arbeitslager Troisdorf erzählte Tonino Guerra seinen mitinhaftierten Landsleuten Geschichten, Reime im vertrauten heimischen Dialekt, und verhalf ihnen so zu mentalen Fluchten. Die treibende Kraft seiner bildgesättigten Imagination, die ihn zum ... mehr >>>