EcoDocumentary | Februar 2020

ERDE

Regie: Nikolaus Geyrhalter | Buch: Nikolaus Geyrhalter | Kamera: Nikolaus Geyrhalter
Österreich 2019 |
In sieben Kapiteln führt Nikolaus Geyrhalter an Stätten des Tage- und des Tiefbaus in Europa und Nordamerika, die sonst nur schwer zugänglich sind. Am Brenner wird ein Basistunnel durch den Berg getrieben, um die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt zu ermöglichen. Um die weltweite Nachfrage zu stillen werden in den Marmorsteinbrüchen im italienischen Carrara heute hundert Mal mehr Blöcke abgetragen als noch vor dreißig Jahren. Im ehemaligen Salzbergwerk im deutschen Wolfenbüttel wiederum ist man darum bemüht, größtmöglichen Stabilität zu bewahren, damit – bis ein neues Endlager gefunden wird – der dort gelagerte Atommüll keine weiteren Schäden verursachen kann. Der Film zeigt Baustellen und Tagebaugebiete, die durch unermüdliche Umwälzungen von immensem Ausmaß offene Wunden in der Erdkruste zurücklassen (Text: RealFiction)

In Vorprogramm ab 18.00 Uhr:
IM REICH DES SQUATTERS, ADRIAN SCHWARTZ, 2020 , 45 Min
Die Müllstadt in Kairo im Jahre 2019 – versteckt hinter den Steilklippen des Mukattam-Felsens um unser eigentliches Problem, den Ursprung allen Übels, zu vergessen. Unser unersättliches Streben nach Eigentum, mit dem wir, die Squatter, den Planeten besetzt halten. Es hilft nicht den bemitleidenden, westlichen Blick auf einen der selbstentlarvenden Orte unserer Zivilisation zu richten und einen bedauernden Film zu machen. Die Lösung dieses, unseres ureigenen Problems wird sich nur dem zeigen, der bereit ist seine eigene Schönheit im Auswurf Aller zu entdecken. Wie sonst können wir uns verändern, wenn wir nicht anfangen über all den Müll zu reden, auf dem wir unsere Existenz begründen? Eine filmisch-poetische Erörterung und eine Hommage an das Werk von Michel Serres (1930-2019).