Migration und Neuanfang in Südafrika 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid: Buchvorstellung und Gespräch mit Rita Schäfer | September 2019

Migration und Neuanfang in Südafrika 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid

Buchvorstellung und Gespräch mit Rita Schäfer in der Galerie des Kommunalen Kinos

90 Min.
Südafrika ist das wichtigste Einwanderungsland in Afrika. Im Lauf seiner wechselvollen Geschichte kamen Immigrantinnen und Immigranten aus verschiedenen Regionen Afrikas und von anderen Kontinenten.
Migration ist ein Schlüssel zum Verständnis Südafrikas. Nationalökonomische Planungen zielten immer darauf ab, Migrationsprozesse zu steuern. Das betraf den Import und die Ausbeutung von Sklav*innen sowie Vertrags- und Wanderarbeiter*innen. Couragiert organisierten sie Widerstand gegen die rassistische Kolonialverwaltung und das Apartheidregime.

Südafrika ist auch das Ziel von Kriegsflüchtlingen: Vertriebene und Verfolgte suchen am Kap der guten Hoffnung Schutz vor Gewalt. Das neue Asylrecht des Landes gilt als vorbildlich und Menschen, die aus Diktaturen geflohen sind, schätzen die Demokratie in Südafrika. Wie die Regenbogennation 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid die Integration handhabt und mit Xenophobie umgeht, wird in dieser Buchvorstellung erläutert.

Rita Schäfer ist freiberufliche Autorin und Wissenschaftlerin. Sie arbeitet und publiziert schwerpunktmäßig zu Südafrika. Gender, Postkonfliktgesellschaften und Entwicklungszusammenarbeit sind ebenfalls ihre Kernthemen. Der Abend wird moderiert von Martina Backes (südnordfunk – iz3w on air).