ÄTHIOPIEN | November 2011

MORGENTAU

Regie: Haile Gerima | mit Aaron Arefe, Abiye Tedla, Takelech Beyene, Teje Tesfahun, Nebiyu Baye, Wuhib Bayu
USA/D/F 2008 | OmU | 138 Min.
Voller Hoffnung kehrt Anberber in seine alte Heimat Äthiopien zurück, um dort ein neues Leben zu beginnen, nachdem er einige Jahre in Europa studiert hat. Ein ganzes Dorf zählt auf ihn, erwartet sich Fortschritt von dem in der Fremde ausgebildeten Heimkehrer. Doch schon am ersten Abend wird Anberber mit den politischen Unruhen im Land konfrontiert, die seinen Neuanfang in Frage stellen.
Gleich seiner Hauptfigur Anberber verließ auch Regisseur Haile Gerima Äthiopien früh: Ende der sechziger Jahre ging er in die USA, wo er die einflussreiche "Los Angeles School of Black Filmmakers" mitbegründete. Sein neuester Film MORGENTAU wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, unter anderem in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury und dem Preis für das beste Drehbuch.

HAILE GERIMA
Geboren 1946 in Gondor, Äthiopien geht Haile Gerima früh in die USA, um am Goodman Theater in Chicago, später am Theater Department der Universität von Südkalifornien (UCLA) Schauspiel und Regie zu studieren. Seit 1975 hat Gerima eine Professur an der Howard Universität in Washington D.C. im Bereich Radio, Fernsehen und Film. Er ist Mitglied der Los Angeles School of Black Film Makers und hat mehrere Filme über Sklavenhandel und Kolonialismus gedreht. Sein bisher berühmtester Film ist der mehrfach preisgekrönte Spielfilm SANKOFA von 1993.



Ab 1967 studierte er an der Goodman School of Drama in Chicago und Film an der UCLA. Seit 1975 lehrt er Film an der Howard Unversity, Washington. Die ersten Filme drehte er anfangs 1970er Jahre. 1976 holte er sich in Locarno mit Harvest: 3000 Years den Silbernen Leoparden. 30 Jahre später wurde der Film von Martin Scorsese restauriert in Cannes wieder aufgeführt.