Architektur im Film | Mai 2019

PINA

Regie: Wim Wenders
Deutschland 2011 | 106 Min.
Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren – so lautet der Untertitel der filmischen Hommage von Wim Wenders (2011) an die “Erfinderin einer neuen Kunst”, wie er Pina Bausch nannte, eine Frau, die mit ihren Tänzern eine neue Körpersprache erfand, fernab vom klassischen Ballett. Brillante und wagemutige Aufnahmen zeigen Tanz, wie er noch nie zuvor in einem Film zu sehen war. Die aufregendsten Passagen geben dem Zuschauer auch ohne 3D-Brille das Gefühl, mitten unter den Tänzern auf der Bühne zu sein. Dann wieder meint man, im Parkett des Wuppertaler Theaters zu sitzen, und zwar in der ersten Reihe, bedroht von den umherfliegenden Schweißtropfen der Tänzer, die der Film wie glitzernde Perlen in der Luft einfängt. Drei von Bauschs berühmtesten, älteren Stücken zeigt Wim Wenders’ Film in Ausschnitten: “Le Sacre du Printemps”, “Café Müller” und “Kontakthof” sowie Ausschnitte eines ihrer letzten Tanztheaterabende, “Vollmond”.