Freiburger Fenster | April 2019

Das Buch von Guelakh

Guelakh ñoo ne

Regie: Stefanie Boye und Constanze Knothe
Deutschland 2019 | 72 Min.
Über Afrika werden unendlich viele Geschichten erzählt, aber in dieser Dokumentation sind es die Dorfbewohner*innen selbst, die von ihrer Lebenswirklichkeit in Guelakh/Senegal berichten. Von dem früheren Leben als Peulh-Nomaden, von der Gründung ihres Entwicklungsprojekts vor 27 Jahren und vom Kampf gegen Analphabetismus und Landflucht in der Sahelzone.
Die Ethnologin Stephanie Boye lebte viele Jahre im Senegal und hat sich zusammen mit ihrer Kamerafrau Constanze Knothe auf die Reise zu jenen unerschütterlichen Menschen begeben, um gemeinsam mit ihnen „Das Buch des senegalesischen Dorfes Guelakh“ zu schreiben. Die einzige Frage lautete: „Was sollte deiner Meinung nach über das Dorf geschrieben werden?“
Das dabei entstandene ethnographische Bilddokument ist ein vielstimmiges und mehrsprachiges Gemeinschaftswerk im Sinne des postkolonialen Diskurses. Die Narration des Films folgt den Vorgaben, welche die Dorfbewohner*innen bei der gemeinsamen Sichtung des filmischen Rohmaterials machten. In Kooperation mit Wolfgang Stickel, Medienwerkstatt Freiburg.