Identitätssuche und sexuelles Erwachen: Regiedebüt aus Syrien | März 2019

MEIN LIEBSTER STOFF

Regie: Gaya Jiji | Buch: Gaya Jiji | Kamera: Antoine Héberlé | mit Manal Issa, Ula Tabari, Souraya Baghdadi, Mariah Tannoury
Frankreich/Deutschland 2018 | 94 Min.
ab 12 Jahre
Damaskus, im Frühjahr 2011. Die Revolution gegen das autoritäre Assad-Regime und der Bürgerkrieg haben gerade begonnen. In dieser Situation findet die 25-jährige Nahla sich in einem persönlichen Zwiespalt wieder: Einerseits strebt die kämpferische junge Frau nach Freiheit und Unabhängigkeit, andererseits möchte sie das zunehmend unsichere Land durch eine arrangierte Ehe mit einem in den USA lebenden Syrer gerne verlassen. Doch der Mann entscheidet sich für ihre jüngere und sanftere Schwester. Nahla entwickelt derweil eine besondere Beziehung zu ihrer geheimnisvollen neuen Nachbarin Frau Jiji. " Großartig verbindet sie Nahlas erotische Träumereien (und Bordellbesuche) mit den künftigen Albträumen des beginnenden Bürgerkriegs. Der abwesende Traummann nimmt die Verschwundenen von Morgen vorweg. Bald wird man zu traumatisiert sein, um noch begreifen zu können, was eigentlich passiert. " (SZ)