Film des Monats | November 2011

YUKI & NINA

Regie: Hippolyte Girardot, Nobuhiro Suwa | Kamera: Josée Deshaies | mit Noë Sampy, Arielle Moutel, Tsuyu, Hippolyte Girardot , Marilyne Canto
Frankreich/Japan 2009 | OmU | 92 Min.
Yuki und Nina sind neun Jahre alt und beste Freundinnen. Gerade planen sie, die Sommerferien zusammen zu verbringen, Yukis Mutter muss nur noch zustimmen. Als Yukis Mutter ihrer Tochter mitteilt, dass die Eltern sich trennen werden und Yuki mit ihrer Mutter nach Japan ziehen soll, versuchen Yuki und Nina die Trennung zu verhindern. Sie überlegen, ob sie einen Liebestrank beschaffen können und schreiben einen Brief der »Liebesfee« an Yukis Mutter. Schließlich beschließen die Freundinnen, gemeinsam fortzulaufen und sich im Wald zu verstecken. Das japanisch-französische Regie-Duo Nobuhiro Suwa (EIN PERFEKTES PAAR) und Hippolyte Girardot (STILLES CHAOS; LADY CHATTERLEY) erzählt auf Augenhöhe der Mädchen. In ruhigen Einstellungen und mit einem Gespür für die kleinen Gesten des Alltags schildert YUKI & NINA eine Welt, die von den Bewegungen der Erwachsenen zwar schwer erschüttert wird, aber über eine eigene Magie verfügt. Mitten im Abschiedskummer gelingt Yuki und Nina, was die Eltern nicht mehr können: Sie verlieren sich im Spiel, im Wald, im Traum.
»YUKI & NINA ist ein wunderbar genau beobachtender Film: Wie gehen die Figuren damit um, dass sich ihr Leben ändert? Wie begegnen sie dem drohenden Verlust, wie den Schmerzen, die sie selbst sich zufügen? Wie sprechen sie miteinander – oder besser: Wie wenig gelingt es ihnen, über das zu sprechen, was sie bewegt?« (taz)