Jazz im Film | Januar 2018

BIRD

Bird

Regie: Clint Eastwood | mit Forest Whitaker, Diane Venora, Michael Zelniker |
USA 1988 | OmU | 161 Min.
Im Amerika des 19. und 20. Jahrhunderts, trafen durch millionenfache Einwanderung entlegenste Kulturen aufeinander In der Literatur und Malerei entstanden neue Stile, die prägendsten Veränderungen gab es jedoch in der Musik mit der Entstehung des Jazz. Keine Musik ist urbaner, wandelbarer und für Einflüsse offener als der Jazz Seine Geschichte war stets mit charismatischen Musikerpersönlichkeiten, großen Gefühlen, dramatischen Schicksalen und oft eng mit den Themen Unterdrückung und Armut verbunden. Alles dies spiegeln zahlreiche Jazzfilme wieder. In Zusammenarbeit mit Soulfood-Cinema Jazz (Hoffnungsorte Hamburg)und Carl-Schurz-Haus, Freiburg

Der Film beschreibt das kurze intensive Leben des Altsaxofonisten und Komponisten Charlie »Bird« Parker, der gemeinsam mit Dizzy Gillespie, Thelonious Monk und Miles Davis wesentlich den Stil des Bebop prägte und die Grundlagen des Modern Jazz schuf. »Trotz aller exakt recherchierten Fakten keine reine Künstlerbiografie, sondern mit konsequenten Stilmitteln gestaltete assoziative Annäherung an Leben und Mythos Parkers; geprägt von Respekt und Zuneigung für den Menschen und seine Musik, in brillanter Tonqualität.« (Lexikon des internationalen Films) Am 12. März 1955, eine Woche nach seinem letzten Auftritt in dem ihm zu Ehren "Birdland" genannten New Yorker Nachtklub, erlag der fünfunddreißigjährige Jazz-Musiker in einer von seiner Verehrerin Baroness Nica de Koenigswarter (Diane Venora) gemieteten Suite im Hotel Stanhope einem Herzinfarkt.
35mm - OmU