JAZZ IM FILM | Dezember 2017

Städte entstehen durch Wachstum und sind Schmelztiegel von Kulturen. In Europa vollzog sich die Vermischung unterschiedlicher Traditionen und Gebräuche oft in Jahrhunderte währenden Prozessen. Im Amerika des 19. und 20. Jahrhunderts, trafen durch millionenfache Einwanderung entlegenste Kulturen aufeinander und vermischten sich in rasanter Geschwindigkeit und Rücksichtslosigkeit. In der Literatur und Malerei entstanden neue Stile, die prägendsten Veränderungen gab es jedoch in der Musik mit der Entstehung des Jazz. Keine Musik ist urbaner, wandelbarer und für Einflüsse offener als der Jazz. Seine Geschichte war stets mit charismatischen Musikerpersönlichkeiten, großen Gefühlen, dramatischen Schicksalen und oft eng mit den Themen Unterdrückung und Armut verbunden. Alles dies spiegeln zahlreiche Jazzfilme wieder. – In Kooperation mit Soulfood Cinema (Hamburg) und Centre Culturel Français (Freiburg).

FAHRSTUHL ZUM SCHAFOTT

Ascenseur Pour l'Echafaud

Regie: Louis Malle | mit Jeanne Moreau und Lino Ventura
Frankreich 1958 | OmU | 0 Min.
Städte entstehen durch Wachstum und sind Schmelztiegel von Kulturen. In Europa vollzog sich die Vermischung unterschiedlicher Traditionen und Gebräuche oft in Jahrhunderte währenden Prozessen. Im Amerika des 19. und 20. Jahrhunderts, trafen durch millionenfache Einwanderung entlegenste Kulturen aufeinander und vermischten sich in rasanter Geschwindigkeit und Rücksichtslosigkeit. In der Literatur und Malerei entstanden neue Stile, die prägendsten Veränderungen gab es jedoch in der Musik mit der Entstehung des Jazz. Keine Musik ist urbaner, wandelbarer und für Einflüsse offener als der Jazz Seine Geschichte war stets mit charismatischen Musikerpersönlichkeiten, großen Gefühlen, dramatischen Schicksalen und oft eng mit den Themen Unterdrückung und Armut verbunden. Alles dies spiegeln zahlreiche Jazzfilme wieder. In Kooperation mit Soulfood Cinema (Hamburg) und CCFF, Freiburg

Fahrstuhl zum Schafott
Julien Tavernier plant den perfekten Mord am Ehemann seiner Geliebten Florence Carala. Doch nach der Tat bleibt er im Fahrstuhl stecken, während Florence, erst ungläubig, dann zunehmend verzweifelt auf ihn wartet. Die in diesem Jahr verstorbene französische Schauspielikone Jeanne Moreau irrt durch das nächtliche Paris, das neben der mal elegischen, mal pulsierenden Musik die Hauptrolle in diesem Film noir spielt.
Louis Malle verwendete in seinem Debüt als Spielfilmregisseur als erster ein eigens zum Film geschaffenes Jazz-Solo-Werk. Der kongeniale Jazz-Trompeter Miles Davis spielte den Soundtrack, nachdem er den Film zweimal angesehen hatte, in nur einer Nacht komplett improvisiert ein.