Klassik der Moderne | Februar 2017

ORPHÉE

Orphée

Regie: Jean Cocteau | Buch: Jean Cocteau | mit Jean Marais, Marie Déa, Maria Casarès, Francois Périer, Juliette Gréco, Jean-Pierre Melleville
Frankreich 1949 | OmU | 95 Min.
Zum Auftakt der neuen CINE-CLUB SAISON 2017/18 zeigen wir anlässlich der Aufführung der Oper L'Orfeo von Claudio Monteverdi (in einer Inszenierung von Mathias Schillmöller ) zwei moderne Verfilmungen der Orpheus-Sage.

Cocteaus Version der literearischen Vorlage spielt im Paris der Gegenwart: Der Dichter Orphée macht die Bekannschaft einer geheimnisvollen "Prinzessin", die für den Tod eines Dichterkollegen verantwortlich zu sein scheint. Ist sie gar ein Todesengel? Tatsächlich verliebt sich die dunkkle "femme fatale" in Orphée, den sie nachts, aus dem Spiegel tretend, auch in dessen Wohnung heimsucht. Als sie erfährt, dass Orphées Frau Euredice schwanger ist, lässt sie sie aus Eifersucht ermorden. Von verschlüsselten Hinweisen aus einem Autoradio geleitet, begibt sich Orphée daraufhin auf eine abenteuerliche Odysee durch den Hades, um die Geliebte ins Leben zurückzuführen…Orphée, jahrzehntelang ein Klassiker der Matinee-Vorstellungen war ein großer Erfolg in den Film-Clubs und Filmkunsttheatern, denen sich Cocteau eng verbunden fühlte. ORFEU NEGRO verlegt den antiken Mythos von Orpheus und Eurydike in die Gegenwart des Karnevals von Rio de Janeiro. Neben der amerikanischen Schauspielerin Marpessa Dawn und dem Fußballspieler Breno Mello in den Hauptrollen spielten in dem Film überwiegend brasilianische Laiendarsteller mit. Er markierte den internationalen Durchbruch des Bossa Nova.