Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg | April 2011

Ausstellung, Vorträge, Lesung, Hip-Hop-Tanztheater

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Allein Indien stellte 2,5 Millionen Kolonialsoldaten und China hatte mehr Opfer zu beklagen als Deutschland, Italien und Japan zusammen. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Rekruten aus den Kolonien, ob Freiwillige oder Zwangsverpflichtete, mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre »weißen Kameraden« abfinden. Weite Teile der Dritten Welt dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Fakten wie diese kommen in der hiesigen Geschichtsschreibung bislang kaum vor.

Die Ausstellung Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg erinnert mit Fotos, Texten, Video- und Hörstationen daran. Sie wird am 4. November um 19:00 Uhr im Centre Culturel Français Freiburg und in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof (Kommunales Kino) eröffnet und ist bis zum 22. Januar zu sehen. Die Ausstellung wird begleitet von Filmen, einer Lesung, Vorträgen, Führungen und einem spektakulären Hip-Hop-Tanztheater.

In Kooperation mit: recherche international e. V., Rhein-sches JournalistInnenbüro, informationszentrum 3. welt (iz3w), Centre Culturel Français und Eine Welt Forum.

Vernissage der Ausstellung: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg


Der Freund aus den Kolonien - L'ami y'a bon

Regie: Rachid Bouchareb | Frankreich 2005

Eine Frage der Ehre - Baroud d'honneur

Regie: Grégoire Georges-Picot | Frankreich 2006

Camp de Thiaroye - Das Lager von Thiaroye

| Senegal

INDIGÈNES – TAGE DES RUHMS

Regie: Rachid Bouchareb | Algerien/Marokko/F/B 2006
Der algerische Regisseur Rachid Bouchareb erzählt die Geschichte von vier Kolonialsoldaten der französischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg: von ihrer Rekrutierung in Nordafrika bis zu ihren Fronteinsätzen gegen die deutsche Wehrmacht in Italien, der ... mehr >>>

UNTERWEGS ALS SICHERER ORT

Regie: Dietrich Schubert | Deutschland 1997

Opa und Oma hatten kein Fahrrad - Kindheit im Krieg in Shanghai und Deutschland


AUCH AFRIKANER HABEN DAS ELSASS BEFREIT - C’EST NOUS LES AFRICAINS... EUX AUSSI ONT LIBÉRÉ L’ALSACE

| Frankreich 1994

ANGELS OF WAR (Kriegsengel)

Regie: Andrew Pike | Australien 1982
Preisgekrönter Dokumentarfilm über die Folgen des Zweiten Weltkrieges für die Bewohner Neuguineas. Hatten sich zuvor nur wenige Tausend Europäer und Australier auf der von zwei Millionen Menschen bewohnten Pazifikinsel angesiedelt, so marschierten 1942 ... mehr >>>

63 Years On

Regie: Kim Dong-Won | Südkorea 2008
Mit Interviews und Archivmaterial dokumentiert der Film die sexuelle Versklavung Hunderttausender Frauen durch die japanischen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs in Asien und der Pazifikregion (1937-1945). Beispielhaft werden fünf Betroffene aus ... mehr >>>

GESCHICHTE WIRD GEMACHT – HISTOIRES VIVES

Regie: Fitouri Belhiba & Jean-Marie Fawer | Frankreich 2007
HISTOIRES VIVES ist eine Dokumentation über die Entstehung des HipHop-Musicals Die vergessenen Befreier (A Nos Morts), in der die Beteiligten auch ihre persönliche Beziehung zum Thema Kolonialsoldaten schildern. »Wir haben es zur Aufgabe gemacht, die ... mehr >>>