DEM HIMMEL ZU NAH | Januar 2017

DEM HIMMEL ZU NAH

Regie: Annina Furrer
Ch 2016 | 91 Min.
«Dem Himmel zu nah» erzählt die Geschichte einer lebensbejahenden Frau, welche ihrer Ohnmacht in diesem tragischen Familienschicksal einen Film entgegen stellt. Mit der Kamera begibt sich die Autorin auf Spurensuche durch ihre bewegte Familiengeschichte. Was hat ihren Bruder und Jahre zuvor ihre Schwester dazu getrieben, sich das Leben zu nehmen? Auf den ersten Blick waren beiden gut eingebettet in eine glückliche Familie mit fürsorglichen Eltern. Es fehlte weder an Geld noch an Verständnis oder Liebe. Doch ab wann rieselte der Sand ins scheinbar intakte Familiengetriebe? Inwiefern waren ihre Geschwister anders als sie selber? Weniger stark? Sensibler? Unsicherer? Warum konnte sie ihre Geschwister nicht „retten“? Und wie weit kann es Angehörigen überhaupt gelingen, ihre Liebsten in schweren Zeiten zu unterstützen, ihnen beizustehen, zu helfen?
Die Autorin findet keine einfachen Antworten, viel mehr Vermutungen, Erinnerungen und eine Palette von Möglichkeiten.
Ruhig und sensibel wirft «Dem Himmel zu nah» existenzielle Fragen auf – und stellt dem Tod das Leben und die Liebe entgegen.

In der Galerie eröffnen wir um 18:30 eine Ausstellung mit Bildern der Schwester Annina Furrers, Elisabeth Furrer, die diese in den Monaten vor ihrem Tod gemalt hat. Es wird das erste Mal sein, dass die Bilder ausgestellt werden. Hierzu die NZZ:

„Dabei sind die auf der Bildebene eindrücklichsten Momente des Films bezeichnenderweise die schlichten Aufnahmen von Zeichnungen und Aquarellen, die Elisabeth Furrer in den Wochen vor ihrem Suizid anfertigte und die mehr als alles andere einen Einblick geben in das Seelenleben eines Menschen, der einen unbegreiflichen Schritt zu tun bereit ist.“