GROSSE PREMIERE: CHAMISSOS SCHATTEN | Juli 2016

Außergewöhnliches Filmprojekt: Eine zwölfstündige Reise zur Beringsee

Gehen Sie mit dem Kommunalen Kino auf Reisen: Wir nehmen Sie mit in die Beringsee und ermöglichen Ihnen ein unvergessliches Reiseerlebnis. Also packen Sie Ihre Reisetasche, rüsten Sie sich aus mit Proviant und genügend Wasser, lassen Sie los und tauchen Sie ein in ein unvergessliches Kinoabenteuer!

Sie können den zwölfstündigen Dokumentarfilm sowohl in Teilen als auch am Stück genießen. Am Sonntag, den 31. Juli freuen wir uns besonders auf das Filmgespräch mit Ulrike Ottinger.

GROSSE PREMIERE: CHAMISSOS SCHATTEN

EINE ZWÖLFSTÜNDIGE REISE ZUR BERINGSEE

Regie: Ulrike Ottinger
D 2016 | 720 Min.
Ulrike Ottingers neuester Film Chamissos Schatten führte sie 2014 in die weit entfernten Regionen des Beringmeers. Der Wind, die Wellen und das Interesse an den Menschen leiteten sie nach Kamtschatka, Tschukotka, Alaska und zur Inselkette der Aleuten. Hier, weit im Norden, stoßen der eurasische und der amerikanische Kontinent aufeinander und es bieten sich dem Auge spektakuläre Meeres- und Vulkanlandschaften. Hier kreuzen sich verwandte Ethnien und Kulturen, die von einer langen Geschichte kolonialer Überformungen geprägt sind und dennoch Teile ihrer indigenen Sprache und ihres alten Wissens bewahrt haben. Und hier kollidieren die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der Einwohner und der globalen Politik.
Angeregt von historischen Berichten berühmter Forscher wie Alexander von Humboldt, Georg Wilhelm Steller, Reinhold und Georg Forster und insbesondere Adelbert von Chamisso begab sich Ulrike Ottinger auf die Reise. Wie diese schrieb sie ihr eigenes Logbuch und machte beeindruckende Bilder, die die Landschaften, die Pflanzen und Tiere und die dort lebenden Menschen zeigen. Mit dem ihr eigenen, künstlerisch-ethnographischen Blick verknüpft sie die historischen Berichte, Erkenntnisse und bildlichen Darstellungen mit ihren persönlichen Reisenotizen und Aufnahmen. So berühren sich Vergangenheit und Gegenwart im Film, werden historische und kulturelle Veränderungen deutlich. Ein Spannungsverhältnis entsteht zwischen damals und heute, das zeigt, wie untrennbar beides zusammengehört:
So wie der Schatten und Peter Schlemihl, der ihn in Adelbert von Chamissos „Wundersamer Geschichte“ erst verliert und ihm dann mit Siebenmeilenstiefeln über alle Kontinente nachjagt. (www.ulrikeottinger.com)
In Kooperation mit Centre Culturel Français Freiburg