WELTTAG SEELISCHE GESUNDHEIT: Thema "Würde" | Oktober 2015

"Zwei Seiten der Psychiatrie" - Ausstellungseröffnung und Langer Filmabend. Grußwort Ursula Konfitin, Amtsleiterin Amt für Soziales und Senioren.

ICH - WÜRDE - WAHRNEHMEN
Das trägerübergreifende Projekt "Lebenskünstler - Kultur für alle" zeigt Malereien und Zeichnungen von Teilnehmenden aus seinen künstlerischen Angeboten. Diese richtet sich in erster Linie an Menschen mit Psychiatrie - Erfahrung und/oder Wohnungsnot, sind jedoch offen für jeden Menschen, der sich Begegnung im kreativen Tun wünscht.

ANDERE WELT | DER BOSS IST DER PATIENT

Regie: Christa Pfafferott
D 2013 | 79 Min.
"Zwei Seiten der Psychiatrie" - Ausstellungseröffnung und Langer Filmabend. Grußwort Ursula Konfitin, Amtsleiterin Amt für Soziales und Senioren.

ICH - WÜRDE - WAHRNEHMEN
Das trägerübergreifende Projekt "Lebenskünstler - Kultur für alle" zeigt Malereien und Zeichnungen von Teilnehmenden aus seinen künstlerischen Angeboten. Diese richtet sich in erster Linie an Menschen mit Psychiatrie - Erfahrung und/oder Wohnungsnot, sind jedoch offen für jeden Menschen, der sich Begegnung im kreativen Tun wünscht. (Ausstellung in der Galerie Alter Wiehrebahnhof, 10.10.-20.10.2015)

Filmabend im Kinosaal im Anschluss an die Ausstellungseröffnung:
Der Dokumentarfilm ANDERE WELT zeigt einen Ort, der uns sonst verschlossen bleibt: Durch Stacheldrahtzaun, Sicherheitskontrollen, Gitter und Türen. Ein Ort, wo Menschen leben, die als »für die Allgemeinheit gefährlich« gelten. Die Patientinnen in einer Klinik für Forensische Psychiatrie haben meist unter dem Einfluss einer psychischen Erkrankung eine Straftat begangen und sind deswegen nicht im Gefängnis, sondern nach § 63 Strafgesetzbuch im Maßregelvollzug untergebracht – zur »Besserung und Sicherung«. Hier bleiben sie auf unbestimmte Zeit, so lange, bis sie nicht mehr als gefährlich gelten. Der Film konzentriert sich auf das Verhältnis der Pflegerinnen und Patientinnen auf der Frauenstation der Klinik. Dabei verdichtet sich der Film auf ein Thema, das an diesem Ort viel Bedeutung hat – Macht: Auf den ersten Blick liegt die ganze Macht bei den Pflegerinnen, aber auch ihr Handlungsspielraum ist eingeschränkt: Sie müssen sich nach einem umfangreichen Regelwerk und hohen Sicherheitsvorkehrungen richten. Dabei stehen beide Gruppen, wie auch das Kamerateam selbst, stets unter dem Auge eines höheren Betrachters, wie der Film anhand von Videoüberwachungsaufnahmen zeigt.
Regie: Christa Pfafferott | D 2013 | 79 Min.

Anschl. Diskussion mit: Dr. med. Dr. phil. Andreas Riedel, Universitätsklinik Freiburg
Moderation: Albrecht Schwink, Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

DER BOSS IST DER PATIENT D / Slowakei 2003, 45 Min., Regie: Norbert Göller
Dr. Pétr Nawka, ist deutsch-slowakischer Psychiater und Chefarzt einer psychiatrischen Klinik in Michalovce (Slowakei). In jungen Jahren selbst von einer psychischen Erkrankung betroffen, fördert er den Aufbruch schizophrener Patienten aus ihrer Isolation. Stigmatisiert als unberechenbar, inkompetent und gefährlich versucht eine Gruppe seiner Patienten mit der Videokamera ihre Welt sichtbar zu machen und Verständnis für ihre Lage zu wecken. Martinka, Eva, Rudo und die anderen leiden an Schizophrenie. Wegen ihrer Krankheit sind sie arbeitslos, haben Freunde verloren, mancher die Familie. Heute leben sie von Sozialhilfe oder Rente. Ihr größter Wunsch: aus der Isolation heraus zu kommen, als normale Menschen anerkannt zu werden. Der Aufbau einer eigenen Medienwerkstatt ist Ausdruck des Bemühens von Nawka, mit seinen Patienten einen Zugang zur Öffentlichkeit zu erobern, eine Plattform zu schaffen.
Kooperation mit Amt für Soziales und Senioren, Psychiatrie-Koordination & GemeindePsychiatrischerVerbund Freiburg. Weitere Infos unter www.freiburg.de\psyche