SYSTEM K

Regie: Renaud Barret
Frankreich 2019 | OmeU | 94 Min.
Alte Patronenhülsen, Plastikmüll, Elektroschrott, Wachs, Blut, Macheten und oder ihre eigenen Körper – den Materialien, die von den in dem Dokumentarfilm SYSTEM K porträtierten Straßenkünstler*innen, sind keine Grenzen gesetzt. Sie agieren jenseits des Mainstreams und des Kunstmarkts und nutzen die Straßen der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa als subkulturelle Bühne für Ihre grenzüberschreitenden Performances, Skulpturen und bewegte Bilder. Ihre Kunst: spektakulär und hoch politisch. Deshalb drohen den avantgardistischen Künstler*innen nicht selten Verhaftungen, Geheimdienstverhöre, wenn nicht sogar Folter. Sie befassen sich mit kritischen Themen wie Ausbeutung, Korruption, die Privatisierung von Wasser und kollektiven Traumata und prangern diejenigen an, die davon profitieren. Im Fokus stehen dabei die Geschichte und die Repression in ihrem Land, dessen Gesellschaft von extremer Armut und bewaffneten Konflikten zerrüttet ist. immer auch um die Geschichte des Kongo. Der Dokumentarfilmer Barret zeigt Kinshasa, eine Metropole, in der Kunst als unerschwinglicher Luxus gilt, als Standort einer leidenschaftlichen und vitalen Subkultur, die die Stadt als ihre Bühne begreift.
Renaud Barret, geboren 1970 in Neuilly-sur-Seine in Frankreich. Im Alter von 20 Jahren kam der Grafikdesigner und Fotogfraf erstmals nach Kinshasa und hat seither die Stadt nie wieder wirklich verlassen. Er drehte dort mehrere selbst produzierte Dokumentarfilme, einige in Zusammenarbeit mit Florent de La Tullaye. Im Mittelpunkt seiner Filme stehen häufig willensstarke Außenseitercharaktere. Neben seiner Arbeit als Filmemacher produziert Barret auch kongolesische Musik.
Eine Veranstaltung von FREIBURG FESTIVAL 2020 - PERFORMING DEMOCRACY (20. bis 28. Mai) mit dem Kommunalen Kino. In Kooperation mit Afro Film Club, HERE AND BLACK, Our Voice, FAIRburg e.V. und Radio Dreyeckland.