resonance

SWANS - WHERE DOES A BODY END?

Reihe: resonance
Regie: Marco Porsia
Canada 2019 | OmU | 124 Min.
Swans gilt als eine der radikalsten Bands der letzten 40 Jahre. Ihre Konzerte gleichen noch immer ekstatischen Ritualen. Gegründet 1982 als streitlustige Post-Punk-Band erregten Swans erste Aufmerksamkeit in der New Yorker No-Wave-Szene, feierten währen der Indie-Welle der 90er unerwarteten Mainstream-Erfolg, verursachten Chaos auf und jenseits der Bühne, erlebten Bandauflösung und Wiedervereinigung. Swans war immer eine Ansammlung von wechselnden Einzelperformern - mit einer einzigen Konstante: Sänger, Songwriter und Mastermind Michael Gira. Sein Lebensweg vom Problemteenager zum Enfant Terrible seiner Kunsthochschule, Alkoholiker und schließlich Familienmensch sind der rauen, progressiven Musik seiner Band eingeschrieben.
Filmemacher Marco Porsia hat Swans und Gira über fünf Jahre lang begleitet und beim Songschreiben, im Probenraum und auf Tour gefilmt. Er erhielt unbegrenzten Zugriff auf Giras Archiv mit hunderten Stunden von unveröffentlichten Videos und Tonaufnahmen. Neben Swans-Mitgliedern Jarboe und Thor Harris erklärten sich zahlreiche Wegbegleiter*innen und Fans wie Amanda Palmer, Blixa Bargeld und Thurston Moore für Interviews bereit. SWANS - WHERE DOES A BODY END? Ist eine musikalische Zeitreise, ein filmisches Tour-Tagebuch, ein epischer Konzertfilm. Vor allem aber ist er das Porträt eines besessenen Musikers, Michael Gira, der sein Leben radikal der Kunst gewidmet hat. "Michael ist kein furchtloser Mensch", erklärt Bandkollege Harris, "aber er ist ein furchtloser Künstler."