LOVELESS

Nelyubov

Regie: Andrei Petrowitsch Swjaginzew | Buch: Oleg Nevin, Andrey Zvyagintsev | mit: Mit Maryana Spivak, Alexey Rozin, Matvey Novikov, Marina Vasilyeva, Andris,
Russland, Frankreich, Belgien, Deutschland 2017 | OmU | 127 Min.
Was bleibt, wenn die Liebe abhandenkommt? Zhenya und Boris lassen sich scheiden. Außer Groll und Beschuldigungen haben die beiden nicht mehr viel füreinander übrig. Für sie kann es nicht schnell genug gehen, denn beide haben bereits ein neues Leben mit neuen Partnern begonnen. Tief in ihre Grabenkämpfe verstrickt, bemerken die Noch-Eheleute lange nicht, wie sehr ihr Sohn Alyosha unter der Situation zu Hause leidet. Eines Tages verschwindet Alyosha spurlos. Mit jedem Tag an dem Alyosha verschwunden bleibt, wird deutlicher wie lange die Liebe in dieser Familie bereits abwesend ist. Mit seinem intimen Blick auf die kleine Familie am Rande der vollständigen Auflösung beweist Andrej Swjaginzew sein Gespür für das Große im Kleinen. Er erzählt mit einer bildlichen und prosaischen Wucht über eine zerbrochene Beziehung, das Verschwinden eines Kindes, über die Einsamkeit in einer technologisch hyperverbundenen Gesellschaft, über familiäre und staatliche Achtlosigkeit gegenüber denen, die den Schutz am meisten brauchen und wie weit dieses lieblose Verhalten sich durch die Generationen zieht und die Gesellschaft formt.