Kultur - Transfer - Dialog. Russische Kulturtage Freiburg 2019

LEVIATHAN

LEVIATHAN - Leviafan

Reihe: Kultur - Transfer - Dialog. Russische Kulturtage Freiburg 2019
Regie: Andrei Petrowitsch Swjaginzew | mit: Mit Alexey Serebryakov, Elena Lyadova, Roman Madyanov, Vladimir Vdovitchenkov, Anne Oukolova
Russland 2014 | OmU | 140 Min.
Andrei Petrowitsch Swjaginzew (*6. Februar 1964 in Nowosibirsk) absolvierte eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Theater in seiner Heimatstadt Nowosibirsk. Nach dem Abschluss im Jahr 1984 sammelte er erste Bühnenerfahrungen an lokalen Theatern. 1986 zog es ihn nach Moskau, hier vervollständigte er an dem Staatlichen Institut für Theaterkunst seine Ausbildung. Ab 1990 folgten, neben der Arbeit als Theaterschauspieler, erste Engagements als Nebendarsteller in Fernsehen- und Kinofilmen. 2003 realisierte er seinen ersten Kinofilm. Die Low-Budget-Produktion THE RETURN – DIE RÜCKKEHR wurde auf den Filmfestspielen von Venedig 2003 mit dem Goldenen Löwen und dem Lion of the Future für den besten Debütfilm des Festivals ausgezeichnet. Mit „Leviathan“ und „Loveless“ hat sich Swjaginzew in die ganz große Filmemacherliga gedreht. 2018 wurde er in die Wettbewerbsjury des 71. Filmfestivals von Cannes berufen.

LEVIATHAN - Leviafan
Kolia (Alexey Serebryakov) lebt als einfacher Automechaniker im rauen, schönen Norden Russlands. Zusammen mit Frau und Sohn bewirtschaftet er das Fleckchen Land an der Küste der Barentssee, das bereits seit Generationen im Besitz seiner Familie ist. Die unberührte, atemberaubende Landschaft lockt bald den durchtriebenen Bürgermeister Vadim (Roman Madyanov) an, der mit allen Mitteln einer korrupten Bürokratie versucht Kolia von seinem Land zu vertreiben. Eine belastende Akte, die Kolias Jugendfreund Dimitri zu Tage fördert, soll Vadims Enteignungsplänen ein Ende setzen. Doch Vadim hat genügend Geld und mächtige Verbündete in Moskau… "Leviathan" ist ein großes poetisches Panorama, die tragische Geschichte von einem Mann mit seinem Freiheitsdrang, dem die Willkür seines Staates keinen Raum mehr lässt. Eine Geschichte über Korruption und die vergebliche Suche nach Gerechtigkeit vor einer großartigen Kulisse der Küstenlandschaft im Norden Russlands, und damit aus der schroffen Wirklichkeit des Landes, die der Film überhöht und zu einer Geschichte von biblischem Format fügt. Erzählt, wie in einem großen russischen Roman aus dem 19. Jahrhundert, in dem Landschaft, Individuum und die unverrückbaren Grenzen der Staatsmacht nie zur Harmonie finden und immer zur Gewalt. Auszeichnungen: Bestes Drehbuch (Filmfestspiele Cannes) Bester Film ( London Film Festival) Vier Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2014. LEVIATHAN erhielt den Golden Globe als „Bester Fremdsprachiger Film“. In dieser Kategorie wurde er zudem als russischer Beitrag für den Oscar® nominiert.


BEACHTETES REGIEDEBUT AUS DEM HAUSE DES GOGOL CENTER, MOSKAU
Alexandre Pavlovich Gorchilin (* 3.März 1992 in Moskau ) absolvierte 2012 die Moscow Art Theater School und arbeitet seit dem als Schauspieler am Gogol Center, Russlands führendes Avantgarde-Theater. Der Film lief auf der diesjährigen Berlinale und wurde zuletzt unter anderem auf dem Wiesbadener „GoEast“-Festival gezeigt. Dort erhielt Gorchilin den Hauptpreis für den besten Film.
ACID Kislota

Petya (Aleksandr Kuznetsov) und Sasha (Filipp Avdeyev) leben in Moskau sind eigentlich beste Freunde. Doch seit dem Suizid eines gemeinsamen Bekannten im Drogenrausch ist ihre Beziehung gestört. Sie gehören einer ziellos umherstreifenden Generation von Zwanzigjährigen an, die für sich selbst keine besonders rosige Zukunft sieht. Stattdessen geben sich die jungen Erwachsenen Partys, Sex und Drogen hin, um ihrem eintönige Alltag zu entfliehen. Denn an adäquaten Vorbildern und Erwachsenen, die ihnen einen geordneten Alltag vorleben, mangelt es. Und obwohl Petya und Sasha in einer Art Parallelwelt existieren, versuchen sie sich doch mit Themen und Begriffen wie Familie, Freundschaft, Liebe und Zukunft auseinanderzusetzen.… Mit ACID gibt der Schauspieler Aleksander Gorchilin sein Regiedebüt. Er ist Teil des Ensembles am Gogol Center um den künstlerischen Direktor Kirill Serebrennikov. Viele der Ensemble-Mitglieder sind am Film beteiligt und bringen ihr körperliches, energiegeladenes Schauspiel auf die Leinwand. Wildes Selbstfindungskino, nihilistisch und selbstzerstörerisch.

Regie & Drehbuch: Aleksander Gorchilin, Russland 2018, Kamera: Kseniya Sereda, Schnitt: Vadim Krasnitskiy, Produktion: Sabina Eremeeva, Natella Krapivina, Darsteller: Aleksandr Kuznetsov, Filipp Avdeyev, Evgeniya Sheveleva, Elena Morozova
OmU 96 Min
29.11.19:30 / Wdh siehe www.koki-freiburg.de