Georgische Woche 2018

DIE REUE

Monanieba

Reihe: Georgische Woche 2018
Regie: Tengis Abuladze
UdSSR 1987 | OmU | 153 Min.
Tengis Abuladze war einer der ersten sowjetischen Regisseure, welche ein kritisches Bild des realen Sozialismus in ihren Arbeiten zeichneten. Im Jahr 1988 wurde Abuladze die höchste sowjetische Auszeichnung, der Leninpreis, verliehen. Reue ist der letzte Film der Trilogie von Tengis Abuladze, welche er 1984 vollendet hat. Den Hauptprotagonisten seines Filmes erschafft Abuladze als eine Sammelfigur, welche sich an verschiedene Diktatoren aus unterschiedlichen Ländern erinnert. Ein angesehener Herr wird mit großen Ehren bestattet. Am nächsten Tag wird der Leichnam aus dem Grab geholt und im Garten der Hinterbliebenen ausgestellt. Die Leichenschänderin wird vor Gericht gestellt, aber das Verfahren wird zur Abrechnung mit dem alten Mann, mit Machtmissbrauch der stalinistischen Diktatur. Die etwas liberalere politische Lage noch vor der Perestroika in Georgien ermöglichte die Realisierung des Films, der dennoch erst mit drei Jahren Verspätung freigegeben wurde.