Mittwochskino | WOMEN IN MUSIC

MAMA AFRICA - MIRIAM MAKEBA

Reihen: Mittwochskino | WOMEN IN MUSIC
Regie: Mika Kaurismäki | mit: Angélique Kidjo, Lorraine Gordon, Leopoldo Fleming, Kathleen Cleaver, Harry Belafonte
Finland / GeDeutschland / South Africa 2011 | OmU | 90 Min.
Im November 2018 jährt sich zum 10. Mail der Todestag der unvergessenen Miriam Makeba. Ein Anlass, den wunderbaren Film MAMA AFRICA - MIRIAM MAKEBA von Mika Kaurismäki noch einmal auf großer Leindwand zu zeigen.
Kaurismäkis Filmessay über die legendäre südafrikanische Sängerin Miriam Makeba, die ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus, gegen Armut und für Gerechtigkeit und Frieden verbreitete, ist die Hommage an eine Frau, die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. Makeba (1932–2008) hat Musikerinnen und Musiker rund um den Globus inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Doch den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik ist sie immer treu geblieben. Bereits 1959 wurde sie aus ihrer Heimat verbannt, nachdem sie in dem Apartheid-kritischen Dokfilm COME BACK, AFRICA von Lionel Rogosin mitgewirkt hatte. Exil fand sie in den USA, wo sich der einflussreiche Harry Belafonte als Promotor für sie stark machte und wo sie 1967 mit «Pata Pata» den Überhit schlechthin landete. Als die Sängerin 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und in der Folge nicht nur alle ihre Konzerte abgesagt wurden, sondern sie selbst ins Visier des FBI geriet, verlegte sie ihren Wohnsitz nach Guinea, um ihr Engagement gegen das weisse Apartheid-Regime in ihrer schmerzlich vermissten Heimat von dort aus fortzusetzen.
Der großartig montierte MAMA AFRICA stellt mithilfe von Fotos, raren filmischen Dokumenten und zahlreichen Interviews den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin dar, die als «Königin der südafrikanischen Musik» mehr als fünfzig Jahre lang für Furore sorgte. Freunde, Verwandte und Kolleginnen, die Miriam Makeba zum Teil schon seit deren Anfängen in den Dancehalls von Johannesburg (etwa als Mitglied der Skylarks) kennen und schätzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie junge, zeitgenössische afrikanische Musikerinnen.