YOL

Regie: Yilmaz Güney
Türkei/Schweiz/BRD/F 1982 | OmeU | 112 Min.
In Bildern von großer Eindringlichkeit schildert YOL das Schicksal von fünf türkischen Häftlingen, die sich während eines einwöchigen Hafturlaubs die Erfüllung ihrer langgehegten Träume und Sehnsüchte erhoffen – und feststellen müssen, dass sie auch außer¬halb der Gefängnismauern nicht frei sind. Das Drehbuch des selbst inhaftierten Yılmaz Güney verfilmte dessen Mitarbeiter Şerif Gören heim¬lich in der Türkei. Der Film konnte jedoch erst nach Güneys Flucht in die Schweiz fertiggestellt werden und wurde 1982 in Cannes mit der gol¬denen Palme ausgezeichnet. Dieser «fesselt durch die Wucht seiner Bilder, die nahezu naive Einfachheit seiner allegorischen Filmsprache und sein profundes Einfühlungsvermögen in Personen, Landschaften und Milieus. Ein politisch wie menschlich aufrüttelndes Epos, frei von falschem Pathos und ohne die Absicht billiger Denunziation» (Lexikon des internationalen Films).