DIE GENTRIFIZIERUNG BIN ICH - BEICHTE EINES FINSTERLINGS

Regie: Thomas Haemmerli
Schweiz 2017 | OmU | 99 Min.
«Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings» ist ein humorvoller Dokumentar-Essay, der Raumgebrauch, Wohnen, Stadtentwicklung, Dichte, Fremdenfeindlichkeit und Gentrifizierung thematisiert. Dabei verschreibt sich das Projekt einem autobiografischen Zugriff: Der grosse Bogen sind diverse Wohnsituationen des Autors, begonnen mit der Kindheit am Zürichberg, über besetzte Häuser, WGs und Yuppie-Wohnungen, bis hin zu Behausungen in Grossstädten wie Tiflis, São Paulo und Mexiko-Stadt.
Letztlich ist der Autor das Paradebeispiel eines Gentrifizierers in Form eines modisch alten Vaters, der Zürichs Aufwertung durch den Kauf einer grossen Wohnung vorantreibt. Verspottet werden aber auch Nationalkonservative, die behaupten, wegen der Zuwanderung werde der Lebensraum knapp, sowie die Linke, die sich gegen die architektonische Moderne und energische Verdichtung der Städte sträubt.