DIE LEGENDE DER FESTUNG SURAM

AMBAWI SURAMIS TSICHISA

Regie: Sergej Paradjanow, Dodo Abaschidse
Georgien 1985 | 86 Min.
Sergei Paradjanow gehört zu den außergewöhnlichsten und vielseitigsten Künstlern zu seiner Zeit in der Sowjetunion. Er war kein „klassischer“ Dissident kritisierte jedoch offen die sowjetische Kulturpolitik, Zensur und Repressionen gegen die Ukrainische Intelligenz.

Als Homosexueller verbrachte er vier Jahre im Gefängnis. Eigentlicher Grund seiner Verurteilung waren aber seine politischen Ansichten. In den 60er Jahren brachten seine Filme „Feuerpferde“ und „Die Farbe des Granatapfels“ dem Regisseur internationale Anerkennung als einer der Gründer der „Neuer Sowjetischen Welle“ „Poetische Kinematografie“. Der Film „Die Legende der Festung Suram“ aus dem Jahr 1985 ist eine freie Interpretation der Erzählung von Daniel Tschonkadze , verwirklicht von zwei Regisseuren – Sergei Paradschanov und Dodo Anschidze. Eine Kritik von Carla Rhode im Tagesspiegel vom 10. Mai 1986 trifft genau die Qualitäten dieses Kunstwerkes „So brisant der politische Hintergrund des Films auch sein mag - er ist allen georgischen Kriegern gewidmet, die ihr Leben für die Heimat hingegeben haben -, besticht er doch vor allem durch seine außergewöhnlichen stilistischen Mittel. Nichts ist realistisch. Sogar die Landschaft wird zur phantastischen Kulisse, in der sich die Schauspieler wie die Darsteller eines Lebenstheaters bewegen.“