MITTWOCHSKINO

FAMILIE VILLANO KEHRT NICHT ZURÜCK

Reihe: MITTWOCHSKINO
Regie: Hans A. Guttner
Deutschland 1981 | OmU | 110 Min.
„Familie Villano kehrt nicht zurück“ ist Teil einer fünfteiligen Filmreihe (Europa – ein transnationaler Traum) Hans A. Guttners, die dokumentiert, welche politischen, menschlichen und sozialen Folgewirkungen die Arbeitsimmigration der letzten Jahrzehnte mit sich brachte. Aus der Innenperspektive der Beteiligten erzählen diese Filme von enttäuschenden Grenzüberschreitungen, von der Suche nach einer neuen Heimat, von versuchten Annäherungen und wahrgenommenen Entfremdungen, von einem Leben zwischen Selbstbehauptung und Assimilation. Der poetische Kurzfilm „Alamanya Alamanya – Germania Germania“ kombiniert Bilder vom Alltag der ArbeitsmigrantInnen mit Texten der sogenannten „Gastarbeiterliteratur“.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Familie Villano kehrt nicht zurück“ widmet sich dem Alltag einer italienischen Großfamilie, die nach fünfmaliger Rückkehr in ihre Heimat – in ein kleines Dorf bei Neapel – beschlossen hat, in Deutschland zu bleiben. Der Film macht deutlich, wie es zu ihrer Entscheidung kam; er zeigt, mit welchen Problemen sie zurechtkommen müssen, was es bedeutet, wenn man als „Ausländer“ unter Deutschen lebt auf Dauer: hier wohnt, arbeitet, lernt, aufwächst.
Der Film ist „behutsam und geduldig, ohne aufdringliche Fragen, die Bekenntnisse erzwingen, ohne anklagend-belehrenden Kommentar, der den Zuschauer bekehren will“. (Frankfurter Rundschau)

Vorfilm: ALAMANYA, ALAMANYA