MONIKA HAUSER - EIN PORTRAIT

Regie: Evi Oberkofler, Edith Eisenstecken
Deutschland 2016 | 86 Min.
Ende 1992 erfährt Monika Hauser von Massenvergewaltigungen an bosnischen Frauen während des Balkan-Krieges und ist wütend – auch über den neuerlichen Missbrauch der Opfer durch die Medien. Sie fährt ins Kriegsgebiet um zu helfen, mobilisiert Unterstützer*innen und beantragt Hilfsgelder. 1993 eröffnet sie, unterstützt von bosnischen Psychologinnen und Ärztinnen, das Frauentherapiezentrum Medica Zenica in Zentral-Bosnien. Pionierarbeit, die den Grundstein für den Verein medica mondiale legt, dessen Engagement im Laufe der Jahre zunächst auf den Kosovo, dann auf Afghanistan und auf zahlreiche weitere Länder ausgedehnt wurde. In der Arbeit des Vereins setzen sich die Prinzipien fort, mit denen Monika Hauser bereits während ihrer medizinischen Ausbildung in den Institutionen angeeckt war: die Forderung nach einer sensibleren Behandlung von Patientinnen und eine feministische Kritik an strukturellen Missständen in der Schulmedizin und der Krisen- und Entwicklungshilfe.
Wie fand Monika Hauser zu dem Thema, das sie ein Leben lang begleitet? Und was treibt sie an? Das Porträt der Regisseurinnen Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken verbindet Einblicke in den Alltag der Frauenrechtlerin mit Rückblicken und Reflexionen auf die bisherigen Etappen ihres Weges. (IFFF 2018)