50 JAHRE iz3w und immer noch bissig | Mittwochskino

REVENIR

Reihen: 50 JAHRE iz3w und immer noch bissig | Mittwochskino
Regie: David Fedele und Kumut Imesh
Australien/Frankreich/Marokko 2018 | OmU | 83 Min.
Seit langem werden die Geschichten westafrikanischer Migranten von ausländischen Journalisten erzählt. Der Dokumentarfilm „Revenir“ erzählt eine dieser Geschichten aus der Innenperspektive. In einer Mischung aus Roadtrip, Reise in die Erinnerung und journalistischer Recherche begleitet der Film den heute in Frankreich lebenden Geflüchteten Kumut Imesh auf seiner Reise zurück auf den afrikanischen Kontinent, wo er den Weg nachverfolgen möchte, den er nahm, als er vor dem Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste floh – dieses Mal allerdings mit einer Kamera in der Hand. Kumut dokumentiert in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher David Fedele seine Reise, als Protagonist und als Kameramann, und gewährt so einen einzigartigen Einblick in die komplexen Probleme und Fragestellungen zum Thema Migration und Freizügigkeit. „Revenir“ ist kein Film über Rache oder ausgleichende Gerechtigkeit, sondern letztlich ein Film über das Filmemachen. Die Kamera erzählt ungeschönt authentische Geschichten von dem Kampf vieler Menschen für Freiheit und Würde auf einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Wir freuen uns sehr, dass die Filmemacher David Fedele und Kumut Imesh zur Vorführung und anschließender Diskussion kommen.

David Fedele
Der preisgekrönte Dokumentarfilmer David Fedele wurde in Australien geboren und verbringt heute den Großteil seiner Schaffenszeit in Europa und Afrika. Sein letzter Film, THE LAND BETWEEN (2014), der beim International Environmental Film Festival (FIFE) in Paris als „Als bester Dokumentarfilm von Spielfilmlänge“ ausgezeichnet, hat zahlreiche renommierte Preise gewonnen, unter anderem beim Naples Human Rights Film Festival (Bester Film), beim Festival of Migrant Film (Bester Film) und beim Lampedusa InFestival (Bester Film).

Kumut Imesh
Der in der Elfenbeinküste geborene Kumut Imesh musste im Jahr 2004 vor dem Bürgerkrieg in seinem Land fliehen. Auf der Suche nach einem friedlichen und sicheren Ort zum Leben trat er eine lange Reise quer durch Afrika an und ließ sich schließlich für sieben Jahre in Marokko nieder. Während seiner Zeit dort arbeitete er eng mit NGOs und Verbänden zusammen, um anderen Geflüchteten Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. 2013 traf er den Filmregisseur David Fedele in Marokko und arbeitete als Übersetzer an dessen Film The Land Between. 2014 wurde Kumut das Recht auf Asyl in Europa gewährt. Derzeit lebt er als Geflüchteter mit seiner Frau und seinem Kind in Paris, wo er als Webmaster arbeitet. Er ist Gründer und Vorsitzender der Organisation ACSORE (Actions of Solidarity for Refugees), die sich für die soziale und bildungspolitische Integration von Asylbewerbern und Geflüchteten in Frankreich einsetzt.
In Kooperation mit dem 16. Afrika Filmfest Köln (13.-23.09.2018) www. Filme-aus-afrika.de