KRIEGSKINDER

TÖCHTER OHNE VÄTER

Reihe: KRIEGSKINDER
Regie: Andreas Fischer | Buch: Andreas Fischer | mit: Interviewpartnerinnen: Bettina Hausmann, Karin Hug, Dorothee Marquardt, Sibylle Miesner, Heide Moldenhauer, Hiltrud Prause, Waltraut Rose Reiber, Marie-Theres Schmidt, Ingeborg Szepanski
Deutschland 2016 | 90 Min.
Der Dokumentarfilmer Andreas Fischer geht der Frage nach, wie sich Verlust und Vaterlosigkeit auf die Biographien der Töchter auswirkten.
Die Väter starben an der Ostfront, in Kriegsgefangenschaft oder gelten seit Kriegstagen als vermisst. Die Leben der Töchter, die kurz vor oder während des Krieges geboren wurden, sind deutlich vom Verlust des Vaters geprägt.
Das Verhältnis zum toten Vater ist höchst zwiespältig. Die Töchter fragen sich, was der Vater im Krieg getan hat. War er möglicherweise in Verbrechen verstrickt? Andererseits sprechen viele Töchter bis heute von einer unstillbaren Sehnsucht nach diesem Mann, den sie nie gekannt haben.
Die Figur des Vaters treibt sie um. Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen. Aus 60 Stunden Interviewmaterial gestaltete Andreas Fischer einen berüherenden Film, der einen Eindruck von diesem Aspekt der gemeinschaftlichen Erfahrung der Kriegskindergeneration vermittelt.