Jazz im Film

WHAT HAPPENED, MISS SIMONE ?

What happened, Miss Simone ?

Reihe: Jazz im Film
Regie: Liz Garbus
USA 2015 | OmU | 114 Min.
m Amerika des 19. und 20. Jahrhunderts, trafen durch millionenfache Einwanderung entlegenste Kulturen aufeinander In der Literatur und Malerei entstanden neue Stile, die prägendsten Veränderungen gab es jedoch in der Musik mit der Entstehung des Jazz. Keine Musik ist urbaner, wandelbarer und für Einflüsse offener als der Jazz Seine Geschichte war stets mit charismatischen Musikerpersönlichkeiten, großen Gefühlen, dramatischen Schicksalen und oft eng mit den Themen Unterdrückung und Armut verbunden. Alles dies spiegeln zahlreiche Jazzfilme wieder. In Zusammenarbeit mit Soulfood-Cinema Jazz (Hoffnungsorte Hamburg) und Carl-Schurz-Haus, Freiburg

Der Dokumentarfilm beleuchtet das Leben der Pianistin, Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone der 1960er Jahre in Amerika anhand von nie zuvor veröffentlichten Aufnahmen, seltenem Archivmaterial mit Malcolm X, Stokely Carmichael, Langston Hughes sowie mit ihrer Tochter Lisa Simone Kelly und ihren bekanntesten Songs. Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms geriet die »Hohepriesterin des Soul« in eine existenzielle Krise, verließ Familie, Heimat, Karriere und Fans, zog nach Afrika und trat zwei Jahre nicht mehr auf. »Liz Garbus überträgt ihre Faszination und Begeisterung für Nina Simone zwar auf das Publikum, fasst ihre ambivalente Protagonistin aber trotzdem nie mit Samthandschuhen an: mutig, provokant, mitreißend!« (filmstarts.de) Ein stimmungsvolles Porträt einer getriebenen Künstlerin und hochpolitischen Menschenrechtskämpferin, die aneckt – privat und öffentlich.