Der Erzähler Heinrich Böll und das Kino

DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE

Das Brot der frühen Jahre

Reihe: Der Erzähler Heinrich Böll und das Kino
Regie: Herbert Vesely | Buch: Herbert Vesely, Leo Ti, Hans Robe Budeweil (ungenannt) | mit: Christian Doermer, Vera Tschechowa,Karen BlanguernonTilo von Berlepsch
Deutschland 1962 | OF | 88 Min.
Der 100. Geburtstag des Autors am 21. Dezember 2017 ist ein willkommener Anlass für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger, dem engagierten Intellektuellen und streitbaren Katholiken Heinrich Böll. Katholische Akademie, Studium generale und Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg laden gemeinsam mit weiteren Partnern zu einer neugierigen Wiederbeschäftigung mit dem Werk und den literarischen wie politischen Wirkungen des Autors, aber auch mit der Frage nach seiner fortdauernden Aktualität ein. Das Gesamtprogramm umfasst einen Film- und Vortragszyklus in Universität und Kommunalem Kino, ein zentrales Symposion in der Katholischen Akademie sowie eine Ausstellung in den Räumen des Centre Culturel Français.

Das Brot der Frühen Jahre
Walter Fendrich steht fest im Leben: Er hat eine sichere Anstellung als Waschmaschinen-Mechaniker in einem großen Unternehmen, er fährt ein schönes Auto und lebt in einer hübschen Wohnung. All diese Dinge sind ihm umso wichtiger, da er als Kind ein Leben voller Entbehrungen führte, ein Leben, in dem das tägliche Brot schon Luxus bedeutete. Sein Streben nach materieller Sicherheit bringt ihn auch dazu, sich mit Ulla Wickweber, der Tochter seines Chefs, zu verloben. Eines Tages lernt er jedoch Hedwig Muller kennen, ein hübsches Mädchen aus seiner Heimatstadt. Sehr schnell verliebt Fendrich sich in sie und wirft damit seine bisherigen Lebenspläne über Bord. War er bisher immer folgsam und angepasst, so befreit er sich nun aus den Fesseln dieser gesellschaftlichen Konventionen, brüskiert etwa wichtige Geschäftskunden und Mitarbeiter. Er gibt seine Ersparnisse für Blumen und Geschenke aus und wartet stundenlang gedankenverloren auf seine geliebte Hedwig. Schließlich löst er sogar die Verlobung mit Ulla, kündigt seinen Posten als Mechaniker und gibt damit seine bisherige Existenz völlig auf. Doch das ist Walter Fendrich egal - er hat eine neue Freiheit gewonnen und die will er nur noch mit Hedwig teilen. – Nach dem Roman von Heinrich Böll.