8. Maple Movies Festival

ANGRY INUK

ANGRY INUK

Reihe: 8. Maple Movies Festival
Regie: Alethea Arnaquq-Baril | Buch: Alethea Arnaquq-Baril
Kanada 2016 | OD | 85 Min.
Die Robbenjagd ist elementarer und identitätsstiftender Teil der Inuit-Kultur. Als jahrhundertelange Tradition spielt sie eine zentrale Rolle im sozialen Leben und ist weit mehr als reine Nahrungsquelle. Denn für viele Familien bildet der Verkauf von Robbenpelzen die ökonomische Grundlage, um am globalen Wirtschaftskreislauf teilzunehmen: " Still ist die Wut der Inuits, wenn es um die Robbenjagd geht. Seit Jahrzehnten haben internationale Tierschutzorganisationen mit aggressiv geführten Kampagnen und eine EU-Richtlinie zum Handelsverbot für Robbenfelle fatale Auswirkungen auf das Leben der indigenen Gemeinschaften. Inuk-Regisseurin und Aktivistin Alethea Arnaquq-Baril ist es leid, immer wieder die gleichen manipulativen Bilder zu sehen und falschen Geschichten zu hören. Mit ihrem Dokumentarfilm verleiht sie den Inuit eine Stimme – und die hat viel zu erzählen in diesem Kampf David gegen Goliath. Robbenjagd ist integraler Teil der Inuit-Kultur und bietet neben wichtiger Nahrungsgrundlage auch die einzige Möglichkeit für die indigene Bevölkerung der Arktis, am Wirtschaftsmarkt teilzuhaben. Die Handelssanktionen sind existenzbedrohend, doch die Filmemacherin gibt nicht auf: Mit Hilfe von Social-Media-Kanälen und unterstützt von jungen Aktivisten geht sie auf eine packende Reise, legt globale Machtstrukturen und Abhängigkeiten offen und fordert ein weltweites Umdenken. " (David Kleingers, Maple Movies)Der herzlichste und berührendste Film der Berlinale 2017