Geister werden

Geister werden

3: Phantasmagorische Präsenz

Reihe: Geister werden

In Kunst, Philosophie und den Medienwissenschaften wird der Mensch zunehmend als soziales Wesen im Kontext komplexer Materialformationen gesehen. Eine Null-Personen-Perspektive, in der eine radikale Begegnung von Körpern, Gedanken und Materie gedanklich, medial und praktisch realisiert und erlebbar wird, soll herkömmliche dichotome Sichtweisen der Entgegensetzung von Natur/Kultur und die kategoriale Trennung von Mensch/Tier/Ding ergänzen und hinterfragen. In einer solchen Sichtweise sind auch die Dinge »beseelt« und Geister materiell schon längst unter uns.
Die Veranstaltungsreihe »Geister werden« thematisiert diese Zusammenhänge transdisziplinär und transmedial: theoretisch-diskursiv, filmisch und künstlerisch. In Zusammenarbeit mit mbody e.V. (Künstlerische Forschung in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie), Universität Freiburg, Hochschule Offenburg. Konzept/Durchführung: Daniel Fetzner und Martin Dornberg
Seminar-Termine: jeweils Donnerstagabend 20 Uhr (Galerie); anschließend: Filmvorführung um 21:30 Uhr (Do, 11.01.; 25.01.; und 08.02.)

3: PHANTASMAGORISCHE PRÄSENZ
Ken McMullen (1983) Ghost Dance. Mit Pascal Ogier. Beinflusst von Jaques Rivettes: Céline et Julie vont en bateau (1974 ) u.a. mit Bulle Ogier betreibt der Film anhand der Erfahrungen zweier junger Frauen in Paris und London eine erstaunliche Analyse über die Komplexität von Geister-Erinnerungen und den Umgang mit Vergangenem .
Zu Gast: Klaus Theweleit (angefragt)