Psychoanalytiker/innen stellen Filme vor

JENSEITS VON EDEN

East of Eden

Reihe: Psychoanalytiker/innen stellen Filme vor
Regie: Elia Kazan | Buch: John Steinbeck (novel), Paul Osborn (screen play) | mit: James Dean, Raymond Massey, Julie Harris
USA 1955 | DF + OmU | 115 Min.
"Der Farmer Adam Trask hat zwei ungleiche Söhne, den linkisch-getriebenen Cal (James Dean) und den konventionellen Aron . Die Handlung wird in Gang gesetzt durch das Ringen der Söhne um die Liebe des vermeintlichen Witwers, wobei Aron stets die besseren Karten zu haben scheint. Dem Vater ist aber in Wirklichkeit seine Frau in die nächste Stadt davongelaufen, wo sie ein Bordell führt. Cal entdeckt dieses Familiengeheimnis, was seine im Film ohnehin angelegte Nähe zum Abgründigen noch verstärkt. Ausgerechnet mit dem Geld der verleugneten Mutter startet Cal heimlich ein Unternehmen, das dem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Vater helfen soll. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Steinbeck entwickelt sich zu einem dichten, großartig bebilderten Geflecht aus sichtbaren und unsichtbaren Loyalitäten, aus Rivalität, Schuld und Vergebung, aus „gutem„ und „schlechtem„ Kapitalismus, virtuos eingebunden in die amerikanische Geschichte. Scheinbar nebenbei sehen wir in der Person von James Dean einen ganz neuen Männertyp. Der Film gibt damit nicht nur Einblicke in die Erzählzeit um den ersten Weltkrieg, sondern auch in die amerikanische Gegenwart zur Zeit seiner Entstehung." (Filmmuseum, München)