Mittwochskino | SPIELFILM AUS PHILIPPINEN

LOLA

Reihen: Mittwochskino | SPIELFILM AUS PHILIPPINEN
Regie: Brillante Mendoza
Philippinen/Frankreich 2009 | OmU | 110 Min.
In Tagalog, der auf den Philippinen am stärksten verbreiteten Sprache, bedeutet „Lola“ soviel wie „Großmutter“. Der Film spielt in den Slums von Manila, wo ein Mann bei einem Raubüberfall erstochen wurde. Die Großmutter des Opfers versucht das Geld für eine würdige Beerdigung aufzutreiben. Gleichzeitig setzt die Großmutter des Täters, die in ähnlich desolaten Verhältnissen lebt, alles daran, Geld für eine außergerichtliche Einigung mit der Familie des Opfers zu organisieren. Mendoza folgt den beiden alten Frauen und lässt den Zuschauer fast körperlich die Mühen ihres Alltags spüren. Er gibt einen Einblick in eine Welt, in der Kategorien wie Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne angesichts existenzieller Not ihren Sinn zu verlieren drohen.
In Zusammenarbeit mit den Evangelischen Frauen in Baden anlässlich des Weltgebetstags, der 2017 den Philippinen gewidmet ist.
"LOLA, ein berührendes Meisterwerk um die beiden Großmütter im Sturm und Regen Manilas, eine inszenierte Wirklichkeit, die von einer Nähe lebt, die keine gespielte ist. Kein verführerisches Identifikationskino, vielmehr ein Ausschnitt Leben aus einem Ausschnitt Welt: Bewegt und bewegend aus sich heraus." (Walter Ruggle, trigon)